Oberndorf a. N.
: Hans-Joachim Thiemann: Verfahren eingestellt

Staatsanwaltschaft räumt Verdacht der Untreue aus / Neuer Gütetermin am 16. Dezember
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Schwarzwälder-Bote
Oberndorf
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Oberndorf (zeg). Mitte September kündigte die Stadt ihren Stadtbaumeister Hans-Joachim Thiemann fristlos. Seither ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen ihn wegen des Verdachts der Untreue. "Das Verfahren ist eingestellt", erklärte gestern der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft, Frank Grundke.

Der Verdacht, der zur fristlosen Kündigung geführt hat, habe sich "als nicht richtig herausgestellt", so Grundke. "Es liegt keine Straftat vor."

Thiemann wurde verdächtigt, Rohrleitungs- und Zaunarbeiten auf seinem Privatgrundstück in Aistaig auf Kosten der Stadt durchgeführt zu haben. Auf Nachfrage erklärt Bürgermeister Acker, dass aufgrund der Verfahrenseinstellung der Kündigungsgrund "nicht weggefallen" sei. Lediglich der Verdacht auf eine Straftat sei ausgeräumt. Sprich, ein Stadtbaumeister könne keine behördliche Anweisung geben, die sein Privatgrundstück betreffe, obgleich sie vielleicht gerechtfertigt wäre.

Der Ex-Stadtbaumeister zeigte sich gestern auf Anfrage sehr überrascht: "Ich wusste gar nicht, dass die Stadt Anzeige erstattet hatte und die Staatsanwaltschaft gegen mich ermittelt."

Ex-Stadtbaumeister ist nicht informiert

Er behalte sich jetzt allerdings vor, eventuell seinerseits strafrechtlich gegen die Stadt vorzugehen.

Aus gut unterrichteten Kreisen ist zu hören, dass es aber einen weiteren Kündigungsgrund gebe: Thiemann habe den Bürgermeister öffentlich beleidigt. Nachdem der Gütetermin vorm Arbeitsgericht in Villingen am vergangenen Montag abgesagt wurde (der Richter war erkrankt, wir berichteten), steht der neue Termin fest: Am Montag, 16. Dezember, 11 Uhr stehen sich Hans-Joachim Thiemann und sein bisheriger Arbeitgeber vor Gericht gegenüber. Dann will Thiemann seine Sicht der Dinge detailliert darlegen.

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