Oberndorf a. N.: Hangrutsch am Langen Weg wird behoben

Der Erdrutsch am Langen Weg in Oberndorf beschäftigt derzeit den städtischen Bauhof.
DannerOberndorf - Wer zu Fuß von der Oberstadt ins Tal unterwegs ist, muss derzeit auf den Rosenbuckel ausweichen. Die Stäpfele am Langen Weg sind durch einen Erdrutsch blockiert. Ab Montag soll die Hauptverkehrsader für zwei Beine wieder offen sein.
Wie Romy Bloß vom Tiefbauamt der Stadt Oberndorf auf Anfrage mitteilt, hat sich ein Geologe die Sache angesehen und kam zu dem Schluss: Alles nicht so schlimm. Im Gegensatz zu den gravierenden Schäden an der Mauer in der Schubertstraße beim Webertal kann der Lange Weg mit relativ wenig Aufwand wieder sicher gemacht werden. Derzeit sind Mitarbeiter des Bauhofs mit dieser Aufgabe betraut. Sie holen Steine aus dem örtlichen Steinbruch und machen einen Vorbau. Bis Ende der Woche, so hofft Bloß, sollen die Arbeiten zu Ende gebracht sein, sodass der Weg ab kommenden Montag wieder freigegeben werden kann. Manchen Fußgänger scheinen die Absperrungsgitter indes wenig zu stören. Sie schieben sie einfach beiseite und laufen einfach ihres Weges.
Das ist für die Bauhofmitarbeiter natürlich ärgerlich. Schließlich sind sie für die Sicherungsmaßnahmen zuständig und müssen die Absperrung jedes Mal wieder richtig hinrücken.
Solange jetzt die Arbeiten am Langen Weg laufen, ist von solch eigenmächtigen Aktionen ohnehin abzusehen, wenn man nicht eine Baggerschaufel an den Kopf bekommen möchte.
Regengüsse waren ausschlaggebend
Ein wenig besorgt sieht sich der Besitzer der oberhalb liegenden Grundstückes die Arbeiten an. Sein Gartenhäuschen steht nämlich genau auf der Abrutschkante. Die Stadtverwaltung hat dafür gesorgt, dass es vorsichtshalber abgesprießt wurde. Ganz überraschend kommt der Erdrutsch für ihn freilich nicht. Schon vor Jahren habe er seine Erkenntnisse der Stadt gemeldet.
Damals habe eine Baufirma mitgeteilt, die Mauer halte vielleicht noch ein bis zwei Jahre. Nun sind es vier geworden. Die Regengüsse der vergangenen Woche waren dann wohl doch zu viel für das aufgeweichte Erdreich und die marode Steinmauer.
Bis nächste Woche sollte deshalb der Weg vom Tal in die Oberstadt und umgekehrt, zumindest zu Fuß, nur über den Rosenberg führen. Was die abgerutschte Stützmauer im Webertal und die damit verbundene Sperrung angeht, so kann das noch eine Weile dauern. Hier, so erklärt Tierfbauamtsleiterin Romy Bloß, sei auch das Regierungspräsidium Freiburg involviert. Sie hofft aber, dass sich in absehbarere Zeit auch an dieser Baustelle etwas bewegt.