Kinderfest in Sulz: Mehr als 1000 Kinder feiern das Stadtjubiläum

Die Holzhauser Grundschüler eröffnen das Kinderfest.
Steinmetz„Aus zehn mach eins“: Das war das Motto des traditionellen Kinderumzugs am Montag in Sulz. Anlass dazu waren 50 Jahre Gesamtstadt Sulz. Mehr als 1000 Kinder aus allen Stadtteilen beteiligten sich daran – so viele wie noch nie in der jahrhundertelangen Geschichte des Sulzer Kinderfestes.
Der Umzug startete mit einer Viertelstunde Verspätung, weil ein Bus mit einer Gruppe nicht rechtzeitig angekommen war. Organisatorisch war bei der großen Teilnehmerzahl deutlich mehr zu tun. Besonders auch, was das Sicherheitskonzept anging. Polizei, Feuerwehr und Bauhof sperrten die Ortsdurchfahrt komplett ab.
Sowohl am Breitespielplatz als auch an der Berufsschule sammelten sich die Kinder. Die Kleinen warteten geduldig und diszipliniert, teilweise schon mehr als eine dreiviertel Stunde, bis es dann endlich bei Sonnenschein losging.
Auf dass die Stadt zusammenwachse
Das Kinderhaus Sulz, die größte Gruppe, ging voraus. Die kleinen Umzugsteilnehmer trugen weiße T-Shirts mit dem Stadtwappen. Die Stadtkapelle spielte beim Umzug, doch sie bekam Konkurrenz: Die Schlossmusiker aus Glatt machten unterwegs Partymusik. Eine gute Idee hatten die Bergfelder: Sie kamen als Gärtner mit Gießkannen daher und wollten damit zeigen, dass Sulz zusammenwächst.
Das 50. Jubiläum der Gesamtstadt war wohl auch mit ein Grund, dass die Kindergärten und Grundschulen im Stadtgebiet so engagiert mitmachten. Allerdings hat Gertrud Teller, Leiterin des Kinder- und Jugendbüros, im Vorfeld auch viel Werbung für das diesjährige Kinderfest in Sulz gemacht.
Programm auf dem Wöhrd
Auf dem Wöhrd-Park waren für alle Gruppen Sammelstellen eingerichtet, damit die Eltern dort ihre Kinder abholen konnten. Dann ging auf der Bühne, wo am Wochenende das Neckarfest bereits für Stimmung gesorgt hatte, auch schon das Programm los: Die Holzhauser Grundschüler eröffneten mit „Together and Sing“ und dem anschließenden traditionellen Lied „Geh aus mein Herz“ das Kinderfest.
Mit Hannikel ist nicht zu spaßen
Moderator André Amon freute sich über die vielen Besucher – und die Sonne, die zwischen den Wolken durchschien. „Der Hannikelfluch ist auch nicht mehr das, was er war“, sagte er. Vielleicht hätte er sich den Kommentar ersparen sollen, denn mit dem Räuberhauptmann ist bekanntlich nicht zu spaßen. Gleich darauf regnete es auch – zum Glück nur leicht und nicht lange.
Bürgermeister Jens Keucher freute sich ebenfalls über die große Zahl der großen und kleinen Besucher: „Das macht das Kinderfest aus“, betonte er.
Anlässlich des Jubiläums hatten auch die Ortsvorsteher der Stadt einen Bühnenauftritt. Sie konnten ihren Stadtteil kurz vorstellen, während an der Stellwand ein ausgewähltes Bild ihres Dorfes aufgedeckt und zu einem Puzzle zusammengefügt wurde. Das Gesamtbild soll, wie Bürgermeister Keucher ankündigte, im Sulzer Rathaus ausgestellt, vorher aber noch in den Ortschaften gezeigt werden.
Auf dem Wöhrd-Park gab es jede Menge Spiele und Unterhaltung für die Kinder. Der Wurstbalken und die Kletterbäume durften natürlich nicht fehlen.