Kabeltec in Oberndorf
: „Ein echter Bremsklotz“ für den Betrieb

Der Rottweiler Landtagsabgeordnete Daniel Karrais (FDP) hat das Familienunternehmen Kabeltec GmbH in Oberndorf besucht.
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(red/pm)
Oberndorf
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Brigitta Haak (von rechts), Berthold Polte und Timo Polte (links) berichten Daniel Karrais von bürokratischen Hürden.

Siebers

Im Mittelpunkt des Gesprächs mit Geschäftsführer Timo Polte, Senior-Geschäftsführer Berthold Polte, Familienmitglied Brigitta Haak und Betriebsleiter Tom Goede standen insbesondere die bürokratischen Belastungen.

„Seit mehr als 30 Jahren sind wir hier am Standort in Oberndorf tätig. Doch aktuell erscheint die allgemeine Lage so herausfordernd wie vielleicht nie zuvor“, erklärte Senior-Geschäftsführer Polte im Gespräch. Man habe über Jahre hinweg erlebt, wie sich kleine Vorschriften und Berichtspflichten aufstauen.

Nachfrage ungebrochen

Was einzeln vertretbar erscheine, sei in Summe ein echter Bremsklotz für den Betrieb. Hinzu kämen die enormen Unsicherheiten auf den Weltmärkten, getrieben durch die aktuelle US-Politik, Diskussionen um Zölle und Einschränkungen des Freihandels.

Trotz dieser Herausforderungen zeigten sich die Geschäftsführer optimistisch: „Wir sind als Familienunternehmen krisenerprobt. Und bei Kabeltec haben wir noch nie den Kopf in den Sand gesteckt –wir suchen stets innovative Lösungen für Probleme“.

Außerdem sei die Nachfrage nach Kabeln aller Art angesichts der zunehmenden Elektrifizierung und Digitalisierung ungebrochen, denn ohne Strom und Daten laufe heute nichts mehr, bemerkte Polte.

1989 gegründet

Kabeltec wurde 1989 gegründet und ist heute mit seinen Partnerunternehmen im Kabelvertrieb, in der Produktion und im Spritzguss tätig. Mit rund 180 Mitarbeitenden agiert die Unternehmensgruppe international.

Der Besuch bei Kabeltec sei für ihn ein weiteres Beispiel dafür, wie sehr der Mittelstand unter Druck stehe, so der FDP-Abgeordnete Karrais: „Wenn wir wollen, dass Unternehmen hier in Baden-Württemberg investieren, ausbilden und Innovation voranbringen, dann müssen wir ihnen auch den Rücken freihalten – statt ständig neue Lasten aufzubürden.“ Was es brauche sei ein echter Befreiungsschlag von bürokratischen Lasten.

Der Normenkontrollrat liefere gute Vorschläge, die endlich umgesetzt werden müssten. „Dazu braucht es nicht nur einen Politik-, sondern vor allem einen Mentalitätswechsel – weg von Kontrolle und Generalverdacht, hin zu mehr Vertrauen in unsere Unternehmen“, plädiert der Abgeordnete der FDP.

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