Jahresprogramm Historischer Verein
: Zahlreiche Einblicke in Schiltacher und Schenkenzeller Geschichte

Der Historische Verein Schiltach/Schenkenzell stellt sein Jahresprogramm vor. Für Interessierte an der Vergangenheit ist viel geboten.
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(red/pm)
Oberndorf
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Die Toten der Glockenbecherkultur in Mitteleuropa (ca. 2800 bis 2200 v. Chr.) wurden in Seitenlage bestattet. Auch sie gehören zu den Vorfahren hier, erläutert Helmut Horn in seinem Vortrag.

Miguel Hermoso Cuesta

Im begonnen Jahr steht eine Vereinspräsentation, Exkursion und Stadtführung, dazu fünf Vorträge und eine Bilderreise in die Vergangenheit an.

Los geht es zusammen mit dem Stadtarchiv Schiltach am Sonntag, 1. März, beim „Aktionstag Geschichte“ in St. Georgen, bei dem Archive, Museen, Geschichts- und Heimatvereine aus der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg der Öffentlichkeit ihre Arbeit vorstellen.

Am Freitag, 6. März, findet in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Schiltach- Schenkenzell der erste Vortrag dieses Jahres statt. Helmut Horn beschäftigt sich mit der südwestdeutschen Besiedelungsgeschichte und fragt „Woher stammen wir?“ und zeigt auf, wer die Vorfahren hier sind.

Nach der ersten erfolgreichen Bilderreise in die Schenkenzeller Vergangenheit folgt am Donnerstag, 23. April ein weiterer „Weisch no?“-Nachmittag in Schenkenzell. Da Bilder bekanntlich Erinnerungen wecken, wird Heimatforscher Willy Schoch die Besucher abermals auf eine spannende Zeitreise ins 20. Jahrhundert mitnehmen, bei der auch manches „G‘schichtle“ wieder seinen Platz finden wird.

Am Samstag, 25. April, steht zusammen mit dem Schwarzwaldverein eine heimatkundliche Exkursion an. Heimatpfleger Jean-Philippe Naudet, Experte für barocke Schanzen, folgt den Spuren der Kirchberger Verteidigungslinie im Moosenwald und auf dem Liefersberg. Naudet wird Hintergründe und Strategien zu den Anlagen aus dem frühen 18. Jahrhundert vermitteln.

Das Schiltacher Haus Hohensteinstraße 7 hat eine reiche Geschichte aufzuweisen. So beherbergte es bis in die 1960er Jahre ein Kinderheim unter der Leitung von Therese Mosetter-Eyth. Wolfgang Tuffentsammer wird am Freitag, 8. Mai berichten, was er über das Kinderheim und seine Bewohner herausfand.

Blick auf Jugendherberge

Die Mitgliederversammlung folgt am Freitag, 17. Juli. Anschließend erinnert Ehrenmitglied Hans Harter an die Schiltacher Jugendherberge, die ab Mitte der 1920er Jahre für knapp zehn Jahre bestand. Das erhaltene Gästebuch erlaubt interessante Einblicke in Leben, Reisen und Denken damaliger junger Leute.

Nach der Sommerpause erinnert Stadtführer Hans-Jürgen Krischak am Samstag, 26. September, daran, dass erst die Sanierung ab Mitte der 1970er Jahre die Schiltacher Altstadt so gestaltete, wie wir sie heute kennen. Die Führung „Schiltach im Wandel der Zeit“ in Zusammenarbeit mit der Stadt Schiltach startet auf dem Marktplatz.

In Kooperation mit der Volkshochschule begibt sich Kreisarchivar Johannes Waldschütz am Freitag, 9. Oktober, auf die Spuren der Flößerei im Gebiet des heutigen Kreises Rottweil. Sein Vortrag „Als der Wald ins Tal getrieben wurde – Flößerei an Neckar, Kinzig und Glatt“ vergleicht die Ausübung dieses Gewerbes auf den drei Flüssen und zeigt Auswirkungen auf Gesellschaft und Alltag.

Erforschung von Hofnamen

Ebenfalls zusammen mit der VHS folgt am Freitag, 20. November, der Vortrag „Die Hofnamen von Schenkenzell und Kaltbrunn“. Michael Kolinski hat deren Geschichte erforscht und wird die Ergebnisse seiner Nachforschungen in Schenkenzell vorstellen. Einzelheiten zu den Veranstaltungen können ab Mitte Februar auf www.geschichte-schiltachschenkenzell.de abgerufen werden. Auf alle Veranstaltungen wird zudem im Amtlichen Nachrichtenblatt, der Tagespresse sowie auf Facebook und Instagram hingewiesen.

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