Heimatliebe in Dürrenmettstetten: Karrais zu Besuch – „Da hilft nur noch abreißen“

(v.l.n.r.): Daniel Karrais, Sonja Effinger, Jürgen Wößner (verdeckt), Siegfried Dölker, Volker Siegel, Martin Wößner (verdeckt), Alexander Trick, Reinhard Kießling, Johannes Huß.
SiebersHoher Besuch in Dürrenmettstetten – der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais war zu Besuch.
Im Austausch mit dem Ortschaftsrat um Ortsvorsteher Siegfried Dölker informierte sich Karrais bei einem Rundgang über die Herausforderungen vor Ort. Im Zentrum stand der Leerstand von Gebäuden und wie man mit diesen umgeht. „In Dürrenmettstetten haben wir einige große, alte, leerstehende Gebäude. Eine Sanierung ist enorm kostspielig. Wenn man dann noch die niedrigen Mieten bedenkt, lohnt sich das für die Eigentümer schlicht nicht“, erklärt OV Dölker die aktuelle Lage.
Als Beispiel zeigte der Ortschaftsrat das alte Schulgebäude. Dieses werde im Moment als Unterbringung für Flüchtlinge genutzt. Diese seien jedoch kaum vor Ort. Das führe vor Ort zu Diskussionen, ob man das Gebäude nicht anderweitig nutzen könne.
Karrais zeigt Verständnis: „Die Zahlen der Flüchtlinge und Asylbewerber gehen zurück. Da müsste es bald Spielräume geben, bestehende Unterkünfte frei zu machen“.
Versprechen zur Förderung
„Eigentlich kann man die alten Gebäude nur abreißen und auf dem Grundstück neu bauen“, sagt OV Dölker. Selbst ein Abriss käme oft nicht infrage, da die Kosten dafür zu hoch seien.
Karrais stellt klar: „Wenn sich Abriss und Neubau für die Eigentümer nicht lohnen, bleiben die Gebäude leer und verfallen mit der Zeit. Das möchte ich nicht“.
Der Politiker mache sich für eine finanzielle Unterstützung stark. Es brauche es ein Förderprogramm, welches den Abriss bei einem folgenden Neubau finanziell unterstütze. „Wer Flächenverbrauch verringern und Dorfmitten nicht aussterben lassen will, muss Erneuerung im Innenort unterstützen.“
Als positives Beispiel gelte der Lebenshof Siegel. In dem vormals leerstehenden Gebäude sei mit viel Zeit und Arbeit ein Betreutes Wohnen mit Tagesbetreuung entstanden.
Volker Siegel, der das Projekt gemeinsam mit seiner Frau ins Leben gerufen hatte, erzählt Karrais bei dem Rundgang von der Entstehung. Karrais zeigt sich beeindruckt: „Das ist eine hervorragende Initiative. Sie zeigt, welches Potential in den leerstehenden Gebäuden steckt. Wenn wir die Menschen vor Ort dabei unterstützen, kann dabei ganz Tolles entstehen, was das Leben vor Ort bereichert“.