Gartenlesung in Oberndorf
: Ein Abend mit Literatur in idyllischer Natur

Im Garten des Hauses Raphael fand die erste Gartenlesung in Oberndorf statt. Zwei weitere an anderen Orten folgen im Juli.
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(red/pm)
Oberndorf
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Die Gartenlesung hatte rund 20 Literatur- und Naturliebhaber angezogen.

Stadt Oberndorf/Zeller

War das Wetter den gesamten Tag über eher wechselhaft gewesen, so verschwanden pünktlich um 19 Uhr die dunklen Wolken und machten Platz für ein paar Sonnenstrahlen.

Die Gartenlesung hatte rund 20 Literatur- und Naturliebhaber angezogen, die dem beruhigenden Rauschen der umliegenden Wälder und der angenehmen Stimme der renommierten Autorin Anette Maria Rieger lauschten. Sie las aus ihrem Buch „Der Walder vom Schwarzwald“, einer Biografie über den passionierten Förster und Naturschützer Walter Trefz.

Mensch und Natur

Anette Maria Rieger nahm die Zuhörer mit auf eine Reise durch das Leben von Walter Trefz, einem Mann, dessen Herz stets für den Wald schlug. In ihren ausgewählten Passagen schilderte sie eindrucksvoll die Herausforderungen und Triumphe, die Trefz auf seinem Weg als Förster und Umweltschützer erlebte.

Zitate wie „Wer sich auf den Wald einlässt, begibt sich auf einen Weg, der nie zu Ende ist, weil er uns immer Neues lehrt“ und „Durch die menschengemachte Luftverschmutzung wurde der Boden sauer und die Bäume hatten es schwierig“ verdeutlichten die tiefgreifende Verbindung zwischen Mensch und Natur, die Trefz stets betonte.

Die malerische Kulisse des Hauses Raphael mit blühenden Rosenbüschen und dem Wald bot den perfekten Rahmen für diese besondere Lesung. Die Besucher genossen hausgemachte Leckereien und Aperol Spritz, während sie den Geschichten lauschten. Die letzten Lebensjahre von Trefz, die er reflektierend und voller Dankbarkeit verbrachte, bewegten viele Zuhörer. Rieger erzählte, wie Trefz immer bereit war, Menschen in den Wald zu führen und sie für den Umweltschutz zu sensibilisieren.

Die Atmosphäre der Lesung wurde durch das Vogelzwitschern und das sanfte Rauschen des Wassers bereichert. Nach einer kurzen Pause, ging es mit faszinierenden Erzählungen über die seltenen Kolkraben weiter. Die Dämmerung setzte ein und verstärkte die fast meditative Stimmung.

Ein Moment der Ruhe

Nach der Lesung hatten die Gäste die Möglichkeit, Fragen an die Autorin zu stellen. Themen wie die berufliche Laufbahn von Walter Trefz und seine Ansichten über die Notwendigkeit von Wildnis wurden diskutiert. Besonders eindrucksvoll war die Schilderung, wie Trefz nach seiner vorzeitigen Versetzung in den Ruhestand weiter seinem Lebenswerk treu blieb und den Wald kartierte und pflegte.

Die erste Gartenlesung in Oberndorf war nicht nur ein literarischer Erfolg, sondern auch ein Moment der Ruhe. Die Verbindung von Natur und Literatur bot den Teilnehmern eine einzigartige Möglichkeit, sich mit den Themen Umweltschutz und Naturliebe auseinanderzusetzen.

Die Veranstaltung endete in der Abenddämmerung und hinterließ bei allen Besuchern einen bleibenden Eindruck.

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