Einsatz in eigener Sache: Die Oberndorfer brennen für ihr Feuerbratenessen

Groß ist das Interesse an den Fahrten mit der Drehleiter.
FahrlandDie imposante Baustelle für den Hochwasserschutz entlang der Austraße hatte zur Entscheidung geführt, diesmal keine Schauübung abzuhalten. Die Besucher kamen dennoch zahlreich, um sich Feuerbraten vom Holzkohlegrill in geselliger Runde schmecken zu lassen. Auch den Stand der Bauarbeiten konnte man bei dieser Gelegenheit in Augenschein nehmen.
Stadtkommandant Manuel Suhr freute sich über ein volles Haus und dankte allen Mitwirkenden und Helfern vor und hinter den Kulissen. Er begrüßte Familien, Ortschafts- und Gemeinderäte, Gäste der Partnerfeuerwehr Randegg, Feuerwehrleute aus den Stadtteilen und der Umgebung, Vertreter der Blaulichtfamilie, vom DRK und der Polizei sowie die Verwaltungsspitze.
Hauptattraktionen waren die Fahrzeugausstellung, die Fahrten mit der Drehleiter und der überdimensionale Grill Marke Eigenbau, der seit dem ersten Feuerbratenessen 2016 in Betrieb ist. „Auf die richtige Hitze und Würze kommt es an“, verrieten die erfahrenen Grillmeister Manfred und Daniel Suhr das Geheimnis des guten Geschmacks.
Originelle Dekoration im Feuerwehrstil
Auf der Bühne war die Trichtinger Bauernkapelle unter der Leitung von Ralf Vosseler in ihrem Element. Sie unterhielt die Gäste mit viel Ausdauer vortrefflich musikalisch, mit Gesangseinlagen, Soli, Witzen und Trinksprüchen. Echter Hingucker waren die originellen Blumenvasen aus Feuerwehrschläuchen, denen das Ehepaar Götz für die Dekoration im Feuerwehrstil neues Leben eingehaucht hatte.
Die Kameraden der Abteilung Kernstadt hatten alle Hände voll zu tun, um die Gäste zu bewirten und konnten auf die wertvolle Unterstützung ihrer Feuerwehrfrauen zählen. Unter den selbstgebackenen Kuchen und Torten durfte der „Feuerwehrkuchen“ natürlich nicht fehlen.
Für die Öffentlichkeit
Die Rückmeldung, „die Arbeit hat Spaß gemacht“, freut den Stadtkommandanten besonders. Der Aspekt Öffentlichkeitsarbeit spielt für Manuel Suhr eine noch größere Rolle als der Erlös für die Kameradschaftskasse: „Unser oberstes Ziel ist es, Einblick in das Feuerwehrhaus und unsere Aufgaben zu gewähren.“ Auch die Jugendfeuerwehr unter Leitung von Matthias Altenburger war eingebunden. Sie warb mit Handzetteln für den Beitritt, verloste Süßes und Herzhaftes zugunsten der Jugendkasse und packte beim Geschirrabräumen tatkräftig mit an.
Kurzweil für Kinder gab es in der Hüpfburg sowie für Groß und Klein beim Holzstapelspiel, das die Jugendfeuerwehr entworfen und angefertigt hat.
Äußerst beliebt war die Möglichkeit, Oberndorf aus dem Korb der Drehleiter aus luftiger Höhe zu betrachten. Sofort bildete sich eine Warteschlange, in die sich auch der Sulzer Stadtbrandmeister Florian Karl mit seinem Nachwuchs einreihte.
„Allmählich lässt die Anspannung nach“, gab Suhr im Laufe des Nachmittags zu. Er zeigte sich erleichtert, dass es besonders während der Hauptessenszeit nicht zum Einsatz gekommen war. Im Ernstfall wäre die Sicherheit der Bürger gewährleistet: Die Abteilung Kernstadt hatte eine Mannschaft reserviert, die unverzüglich Drehleiter und Rüstwagen hätte besetzen und ausrücken können. Die übrigen Aufgaben wären auf die Einsatzfahrzeuge und Besatzungen der Abteilungen verlagert worden.
Termine
Ab kommendem Samstag
laden die Feuerwehrabteilungen Zuschauer zu den Hauptübungen ein: Aistaig am 20. September ab 13.30 Uhr, Oberndorf am 11. Oktober ab 13.30 Uhr, Beffendorf ebenfalls am 11. Oktober ab 16 Uhr, Bochingen am 18. Oktober ab 15.30 Uhr, Boll am 25. Oktober ab 15 Uhr und Hochmössingen am 8. November ab 15.30 Uhr.