DRK-Ortsverein Oberndorf aufgelöst
: Auch ohne Verein einsatzbereit

Weil es keine Nachfolger für freiwerdende Positionen im Vorstand gibt, muss sich der DRK-Ortsverein Oberndorf auflösen.
Von
(red(pm)
Oberndorf
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Die Geehrten und Gäste Helmut Woitas (DRK Sulz, von links), Michael Bertsche, Clara Fischer, Andreas Maricic, Yvonne Getzreiter, Julia Thomas, Nenad Vidovic, Joachim Gneist und Ursula Schilling (scheidende Vorsitzende OV Oberndorf) und Ralf Bösel (KV Rottweil) bei der letzten Versammlung des Ortsvereins.

DRK

In einer bewegenden Versammlung hat der DRK-Ortsverein Oberndorf nach langer Historie die Auflösung des Ortsvereins beschlossen.

Der Ortsvereinsvorsitzende Joachim Gneist hatte die Sitzung eröffnet und besonders die Ehrengäste, darunter Ralf Bösel, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Rottweil, Bürgermeister Matthias Winter, Manuel Suhr von der Feuerwehr Oberndorf und Timo von Au von der Polizei Oberndorf. Auch befreundete Bereitschaften aus Sulz und Rosenfeld wurden herzlich willkommen geheißen.

Vor-Corona-Niveau erreicht

In seinem Bericht wurden die Dimensionen, in denen sich der Ortsverein bewegt, noch einmal greifbar. Die Zahl der Dienststunden ist im vergangenen Jahr auf rund 3000 angestiegen, was im Vergleich zu den Corona-Jahren eine Rückkehr zur Normalität darstellt. Ein leichter Rückgang bei den Fördermitgliedern von 1328 auf 1207 Personen wurde verzeichnet, was eine zukünftige Werbeaktion zur Mitgliedergewinnung erforderlich macht. Die Förderbeiträge würden den Aktivitäten der Bereitschaft, des Jugendrotkreuzes und der Sozialarbeit in Oberndorf und Epfendorf zugute kommen.

Erfolgreiche Blutspendeaktionen

Bereitschaftsleiter Jan Müller berichtete über 2220 geleistete Arbeitsstunden und drei Blutspendetermine mit insgesamt 677 Spenden. Die Bereitschaft absolvierte 133 Einsätze und 18 Sanitätsdienste. Die Anschaffungen im Jahr 2023 umfassten eine mobile Wascheinheit, Pavillons und Taschenlampen für die Helfer.

Yvonne Getzreiter berichtete von der Sozialarbeit und hob die Bedeutung der Gymnastikgruppen und Hausbesuche hervor. Die Sozialarbeit kann, in den bestehenden Gruppen auf hervorragende Arbeit blicken. Die „Aktion Frohes Alter“ wurde mangels Leitung und teilweise ähnlichen Angeboten des städtischen Seniorenbüros eingestellt.

Jugendrotkreuz ist aktiv

Die Leiterin des Jugendrotkreuzes, Ines Frommer, berichtete über die erfolgreichen Dienstabende und Veranstaltungen der 14-köpfigen JRK-Gruppe. Ein großes Lob gab es von der Bereitschaft und vom Vorstand für die Arbeit und Unterstützung, insbesondere bei den Blutspendeterminen.

Bürgermeister Winter hob die Bedeutung und den Fortbestand der DRK-Tätigkeiten auch bei Auflösung des Ortsvereins hervor und regte die Entlastung des Vorstands an. Alle Anwesenden stimmten der Entlastung und anschließenden Auflösung einstimmig zu.

Neu gegründeter Ausschuss übernimmt Koordination und Leitung

Die Arbeit vor Ort wird zukünftig durch einen neu gegründeten Ausschuss koordiniert, der in folgender Besetzung bestätigt wurde: Jan Müller und Miriam Dohmen teilen sich die Bereitschaftsleitung, Ines Frommer leitet das Jugendrotkreuz, Yvonne Getzreiter das Ressort Sozialarbeit, die örtliche Kassenbelegführung übernimmt Jessica Müller, Schriftführer und Beisitzer sind Fabian Gielke und Joachim Gneist.

Ehrungen bei der letzten Sitzung

Ehrungen wurden an langjährige Mitglieder verliehen. Abschließend bedankte sich Gneist bei seinem Team und allen Anwesenden für die jahrelange Unterstützung und Zusammenarbeit. Polizei und Feuerwehr freuen sich über die Fortführung der sanitätsdienstlichen Aufgaben durch die Bereitschaft vor Ort und sehen in der Auflösung keine Gefahr für die Bevölkerung, denn das DRK werde weiterhin in gewohnter Art und Weise seine Einsätze zusammen mit ihnen durchführen. Die Zusammenarbeit sei eng und professionell.

Aufgaben werden weiterhin erledigt

Die Sitzung endete mit einem Beisammensein, bei dem Mitglieder und Gäste die Gelegenheit nutzten, sich über die zukünftigen Herausforderungen und Möglichkeiten auszutauschen. Der DRK-Kreisverband Rottweil übernimmt somit ab sofort die Aufgaben des Dachverbandes für Oberndorf und bedankt sich bei allen ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement.

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