Zufriedene Aussteller
: Großer Andrang beim „Jettinger Herbst“

Der „Jettinger Herbst“ ist seit vielen Jahren eine echte Marke und lockte vor allem am Sonntag zahlreiche Besucher in die Gäugemeinde.
Von
Uwe Priestersbach
Oberndorf
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Gute Stimmung herrschte beim Messerundgang der Prominenz.

Uwe Priestersbach

Und so war wieder einmal richtig etwas geboten in Jettingen: Zwei Tage lang hatte der Jettinger Gewerbeverein mit Gewerbeschau und Energiewendetagen für ein volles Programm rund um die Willy-Dieterle-Halle gesorgt – abgerundet mit einem verkaufsoffenen Sonntag. Daneben sorgte der Kunsthandwerkermarkt auf dem Partnerschaftsplatz für weitere Frequenz.

„Wir sind sehr zufrieden und hatten richtig Glück mit dem Wetter“, machte Gewerbevereins-Chef Wolfgang Hermann in einem ersten Statement deutlich. So mussten wegen des großen Andrangs weitere Tische in der Willy-Dieterle-Halle aufgestellt werden, und die Küche meldete nach der Mittagszeit „alles ausverkauft“.

Ebenfalls zufrieden zeigten sich die Aussteller in der Halle, aber auch die Resonanz des verkaufsoffenen Sonntags fiel nach einem verhaltenen Start im Laufe des Nachmittags besser aus als noch in den Vorjahren. Positiv wirkte sich in den Augen von Wolfgang Hermann der Umstand aus, dass der Kunsthandwerkermarkt auf den Partnerschaftsplatz verlegt wurde, um das Geschehen stärker zu konzentrieren.

Die Viertklässler der Decker-Hauff-Grundschule waren beim Kunsthandwerkermarkt mit einem Stand vertreten.

Foto: Uwe Priestersbach

Nach einem von den Freizeitmusikanten des Unterjettinger Musikvereins umrahmten ökumenischen Gottesdienst wurde die zweitägige Herbstschau in der Willy-Dieterle-Halle am Sonntagmorgen offiziell eröffnet.

Wie Petra Niethammer für den Gewerbeverein feststellte, ist es den Jettinger Handwerkern und Dienstleistern ein Anliegen, sich und ihr Leistungsspektrum dort zu präsentieren. Immerhin zählt der 2011 gegründete Gewerbeverein zwischenzeitlich 65 Mitglieder aus ganz verschiedenen Branchen.

Abgeordneter lobt Zusammenhalt

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Marc Biadacz aus Böblingen lobte in seinem Grußwort den Zusammenhalt in Jettingen, der auch in Sachen Teamwork des Gewerbevereins beim Jettinger Herbst spürbar werde – „wo die Menschen gemeinsam an einem Strang ziehen“.

Zudem ist er überzeugt, dass in Deutschland „manchmal vergessen wird, dass wir ein tolles Land haben“. Trotz aller Herausforderungen und Reformbedarf „müssen wir mit Optimismus nach vorne blicken“, unterstrich der Abgeordnete. Wichtige Reformprojekte sind in seinen Augen die Einführung einer Wochenarbeitszeit und das Anziehen von Stellschrauben in Sachen Sozialleistungen.

Als Bürgermeister-Stellvertreter machte Dankfried Klauser bei der Gewerbeschau mit Energiewendetagen auf die umfangreichen Arbeiten im Bereich des Oberjettinger Umspannwerkes deutlich – die auch dazu beitragen, dass „wir ausreichend Strom für unsere Betriebe und Haushalte haben“.

Auf die kleinen Besucher warteten Hüpfburg, Kettcars und Kinderkarussell.

Foto: Uwe Priestersbach

Doch auch im kommunalen Bereich befinde man sich in Jettingen auf einem sehr guten energetischen Weg, machte der Bürgermeister-Stellvertreter deutlich. In diesem Zusammenhang nannte er das Blockheizkraftwerk und die Photovoltaikanlagen – und ganz aktuell das mit Hackschnitzeln betriebene Nahwärmenetz beim Bauhof.

Doch damit nicht genug: Seit einigen Wochen sei in Oberjettingen eine zweite Biogas-Anlage am Netz, mit der Stromschwankungen stabilisiert werden können.

30 Kunsthandwerker präsentieren ihr Angebot

Wie schon in den Vorjahren wurde der Jettinger Herbst am Sonntag durch den Kunsthandwerkermarkt auf dem Partnerschaftsplatz abgerundet. Mehr als 30 Aussteller präsentierten ganz viel Selbstgemachtes und Kreatives – von handgefertigten Holzprodukten, Töpferwaren, Näh- und Häkelarbeiten über herbstliche Deko-Artikel, Modeschmuck bis hin zu selbstgegossenen Kerzen, Puppenkleidung und Trockenblumen.

Die Freizeitmusikanten umrahmten den Gottesdienst.

Foto: Uwe Priestersbach

Mit von der Partie waren wie immer auch die Viertklässler der Decker-Hauff-Grundschule, die unter anderem selbstgemachte Marmeladen Kerzenständer oder Schlüsselanhänger im Angebot hatten. Für Organisatorin Birgit Haag war es vor allem positiv, dass am neuen Standort des Kunsthandwerkermarkts unter der Regie der Gemeinde zehn Stände mehr Platz haben als früher auf dem Oberjettinger Marktplatz.

Auffallend war für sie in diesem Jahr der Trend zum Stricken und Häkeln – der sich im Angebot an den Ständen widerspiegelte.

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