Workcamp in Mötzingen: Helfende Hände sind sehr willkommen

Im Zuge eines internationalen Workcamps sollen auf dem Mötzinger Freizeitgelände Instandsetzungs- und Pflegearbeiten durchgeführt werden.
PriestersbachWie der Rathauschef in der jüngsten Sitzung ausführte, organisiert der Verein Internationale Begegnung in Gemeinschaftsdiensten (IBG) seit fast 60 Jahren internationale Workcamps. Diese Veranstaltungen bringen junge Erwachsene aus aller Welt zusammen, um an gemeinnützigen Projekten zu arbeiten.
Zu den typischen Aufgaben solcher Workcamps gehören beispielsweise die Erweiterung von Spielplätzen, die Schaffung von Naturerlebnispfaden oder die Pflege von Biotopen. Die IBG-Workcamps bestehen in der Regel aus zehn bis 15 Freiwilligen aus verschiedenen Ländern und dauern etwa zwei Wochen.
Während dieser Zeit leisten die Teilnehmer rund 700 Arbeitsstunden und bringen durch den interkulturellen Austausch auch einen gesellschaftlichen Mehrwert für die Gemeinde, wie Bürgermeister Finis betonte.
Projekt ist gemeinnützig
In diesem Sommer möchte der IBG nun auch in Mötzingen ein internationales Workcamp durchführen, jedoch müssen dafür einige Voraussetzungen erfüllt sein. Es ist erforderlich, dass ein gemeinnütziges Arbeitsprojekt vorhanden ist, eine Unterkunft bereitgestellt wird und eine pauschale Kostenbeteiligung erfolgt.
Für Bürgermeister Finis stellt dies keine besondere Hürde dar, nachdem die Mitarbeiter des Bauhofs in den Sommermonaten ohnehin stark ausgelastet und viele Aufgaben gleichzeitig zu bewältigen sind. Helfende Hände wären in dieser Zeit sehr willkommen, wobei Finis an Pflege- und Instandhaltungsarbeiten auf dem Freizeitgelände sowie an landschaftspflegerischen Arbeiten im Gemeindegebiet denkt. Er stellte klar, dass die Freiwilligen nicht nur bestehende Spielgeräte instand setzen, sondern auch dem Bauhof bei der Pflege der Grünflächen tatkräftig zur Seite stehen werden.
Unterkunft in altem Kindergarten
In Bezug auf die Unterkunft wird die ehemalige Kindertagesstätte Villa Pusteblume in Betracht gezogen. Für die Kostenbeteiligung schlägt der Bürgermeister einen Pauschalbetrag von 3200 Euro vor, während der IBG die Organisation, die Versicherung der Freiwilligen sowie ein Budget für Verpflegung und Freizeitaktivitäten übernimmt.
Vor diesem Hintergrund wäre es für Finis erfreulich, wenn die Kooperation zustande käme, denn er sieht darin eine Bereicherung für Mötzingen und freut sich auf motivierte Teilnehmer. Es war daher kein Wunder, dass der Gemeinderat einstimmig seine Zustimmung zur Durchführung eines internationalen Workcamps gegeben hat.