Wirtschaft in Nagold
: Was der Rolf-Benz-Chef jetzt von der Politik fordert

FDP-Landtagskandidat Johannes Feldmann war zu Gast bei der Firma Rolf Benz in Nagold.
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(red/pm)
Oberndorf
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Das Bild zeigt (von links) Herbert Müller, Jürgen Mauß, Johannes Feldmann und Wolfram Schöb auf der „Wetten dass..?“-Couch.

Rolf Benz

CEO Jürgen Mauß empfing die Besucher – FDP-Landtagskandidat Johannes Feldmann, Herbert Müller und Wolfram Schöb – im großen Ausstellungsraum von Rolf Benz in Nagold.

Privatkundengeschäft rückläufig

Wie Jürgen Mauß in seiner Vorstellung des früheren Familienunternehmens bemerkte, sei das Geschäft mit den Privatkunden rückläufig. Während der Corona-Pandemie sei das Geschäft regelrecht explodiert und danach dramatisch abgestürzt. Allgemein sei das Konsumklima in der Möbelbranche am Boden.

Das habe auch Auswirkungen auf die Beschäftigtenzahl, die aber hauptsächlich durch den demografischen Wandel reduziert werden konnte, so Mauß. Es wäre hilfreich und auch notwendig, wenn strategische Unterstützung da wäre, betonte der CEO. Die eigene Wertschöpfung sei hoch. So würden Werkstoffe ausschließlich in Europa bezogen und im Werk Mötzingen auftragsbezogen gefertigt.

Derzeit gebe es keinen Indikator, dass die Situation sich wieder bessern könnte, so FDP-Landtagskandidat Johannes Feldmann. Rolf Benz habe hier reagiert und sich sehr stark auf das Projekt- und Kontraktgeschäft zum Beispiel in Hotels oder auf Kreuzfahrtschiffen konzentriert.

Platz nehmen auf der „Wetten dass..?“-Couch

Feldmann wollte wissen, welche Themen das Unternehmen belasten, die von der Politik verursacht werden. Wie so oft wurde die Bürokratie genannt, Stichwort Lieferkettenkontrollgesetz. Fehlende Facharbeiter seien kein Problem aufgrund der eigenen Auszubildenden, so Mauß. Jedoch seien allgemein die Lohnnebenkosten und Sozialabgaben zu hoch. Auch unnötige Gesetze sollten regelmäßig auf den Prüfstein gestellt werden und wenn diese nichts bringen, wieder abgeschafft werden. Wie Jürgen Mauß zum Abschluss betonte, sei weniger ein Wahlprogramm notwendig als ein Sanierungsplan fürs Land.

Mit Stolz präsentierte Mauß am Ende des Besuches die „Wetten dass..?“-Couch, auf der Thomas Gottschalk viele Jahre seine Gäste empfing. Auch die Besucher bei Rolf Benz durften fürs Erinnerungsfoto darauf Platz nehmen.

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