Übung in Oberschwandorf: „Bevölkerung kann sich auf Wehr verlassen“

Zwei Mitglieder der Feuerwehr „löschen“ inmitten von Rundholz beim Sägewerk Kübler.
Feuerwehr Haiterbach/Valentin TeufelBei der öffentlichen Übung, in die auch die DRK-Bereitschaft Haiterbach-Egenhausen einbezogen wurde, ging man davon aus, dass während des Betriebes der Säge das Gatter heißgelaufen war. Durch die enorme Wärmeentwicklung und die in der Umgebung befindliche hohe Brandlast sei ein Schwelbrand mit starker Rauchentwicklung entstanden.
Die Rettungswege für einzelne Mitarbeiter wurden in diesem Szenario aufgrund unternommener Löschversuche abgeschnitten. Sie galten als vermisst. Im direkt betroffenen Bereich habe die installierte Löschanlage ausgelöst.
Das Übergreifen des Feuers auf die nahe gelegene Hobelhalle stand beim Eintreffen der ersten Einheiten kurz bevor. Eine Ausbreitung, so heißt es weiter in der Übungsbeschreibung, habe sich im nicht vermeiden lassen. Durch den entstehenden Funkenflug seien die Holzlager im vorderen Bereich des Sägewerkes in Brand geraten.
Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr und des Jugendrotkreuz dienten bei der Hauptübung als Statisten, die Mitarbeiter darstellten.
Zielsetzung der Übung
Folgende Aufgaben oder Übungsziele hatte sich die Feuerwehr laut Gesamtkommandant Patrick Brezing gesetzt: Raumordnung und Strukturierung, Abrufen einzelner Funktionen und Einheiten, Abstimmung und Zusammenarbeit mit der DRK-Bereitschaft bezüglich Verletztenübergabepunkt, Verletztensammelplatz für Erstversorgung, Verletztentransport und Verletztenregistrierung.
„Wenn wir alle Maßnahmen getroffen haben, das Feuer gelöscht ist, alle Personen gerettet sind, können wir eine solche Übung als Erfolg auf unserer Seite verbuchen“, sagte Brezing bei der Übungskritik in der Oberschwandorfer Halle. Dorthin waren die Brandbekämpfer nach erfolgter Übung unter den Klängen der Stadtkapelle gezogen.
„Wir haben sicher den einen oder anderen Punkt, an dem wir ansetzen können und müssen, aber ich glaube – nein, ich weiß, dass sich unsere Bevölkerung auf eine professionell aufgestellte Feuerwehr verlassen kann, die sie jederzeit aus ihrer Not rettet.“
Übungskritik und Essen
Traditionell bildete nach der Übungskritik und den Grußworten ein gemeinsames Essen – bezahlt von der Stadt Haiterbach als Anerkennung für die Arbeit und umrahmt von einem Konzert der Stadtkapelle – den runden Abschluss dieser Hauptübung.
Brezing dankte zum Schluss den Haiterbacher Brandbekämpfern für ihren unermüdlichen Einsatz – zu jeder Tages- und Nachtzeit und zum Schutz der Mitmenschen und deren Hab und Gut.
Der größte Dank, für den Löwenanteil der Arbeit, zum Gelingen der Übung und des schönen Abends, galt der Abteilung Oberschwandorf.
Ebenso dankte Brezing dem Sägewerk Kübler mit Georg und Jörg Kübler sowie Max Härdter.