„Röte II“ in Mötzingen startet
: Neues Kapitel in Gemeinde-Entwicklung

Der Startschuss für die Erschließung des Baugebiets „Röte II“ in Mötzingen ist am Dienstagabend gefallen. 63 Bauplätze sollen dort in den nächsten Monaten entstehen.
Von
Uwe Priestersbach
Oberndorf
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Mit dem Spatenstich fiel jetzt der Startschuss für die Schaffung von Wohnraum im Mötzinger Baugebiet „Röte II“.

Priestersbach

Beim offiziellen Spatenstich sprach der Mötzinger Bürgermeister Benjamin Finis am Dienstagabend von einem „neuen Kapitel in der Gemeindeentwicklung“ – und erinnerte aber ebenso daran, dass „es kein einfacher Weg war“ und mehrere planerische Runden gedreht werden mussten.

Bereits 2016 hatten die ersten Verhandlungen begonnen, und wie der Rathauschef betonte, bilden die Erschließungsarbeiten im Baugebiet „Röte II“ jetzt den Auftakt, denn noch in Laufe des Jahres soll auch das direkt angrenzende Baugebiet „Röte III“ in Angriff genommen werden. Nach den Sommerferien will man mit der Bauplatzvergabe starten.

Neue Bürger integrieren

Für Benjamin Finis bieten die beiden Baugebiete eine große Chance, Wohnraum zu schaffen und neue Bürger schnell in der Mötzinger Dorfgemeinschaft zu integrieren.

Bei dieser Gelegenheit erinnerte er ebenfalls daran, dass Baugebiete dieser Größe selten geworden sind, doch sei eben auch der Nachfragedruck in Sachen Wohnraum groß.

Nicht unerwähnt ließ der Bürgermeister etliche kritische Stimmen, von denen die Bebauungsplanung begleitet war. Doch dies sei eben auch Teil der Demokratie, wobei sich Finis allerdings froh zeigte, dass „sich der Gemeinderat nicht entzweien ließ“.

Schwierige Rahmenbedingungen

An die „nicht immer einfachen Rahmenbedingungen“ erinnerte anschließend Projektleiterin Mareike Merx vom Erschließungsträger RBS wave aus Stuttgart. Ebenso wies sie darauf hin, dass dort am Ortsrand in Richtung Vollmaringen bis zum September kommenden Jahres 63 Bauplätze mit Flächen zwischen 300 und 2000 Quadratmetern für Einfamilien-, Doppel-, Reihen sowie Mehrfamilienhäuser entstehen.

Die Erschließung des Wohngebietes „Röte II“ umfasst neben dem Bau neuer Erschließungsstraßen auch die Durchführung von Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsarbeiten, Arbeiten an der Strom- und Straßenbeleuchtung sowie die Bereitstellung von Breitband-Internetzugang.

Mit den auszuführenden Arbeiten wurden lokale Firmen beauftragt, wodurch die Wertschöpfung in der Region bleibt. So erhielt beispielsweise das Jettinger Bauunternehmen Strohäker den Auftrag für den Straßen- und Tiefbau.

Festhalten an Bauzwang

Für den Gemeinderat erinnerte Rainer Stefanek daran, wie das Gremium „trotz heftigem Gegenwind immer geschlossen hinter dem Projekt stand“. Besonders stolz ist er auf das Festhalten des Gemeinderats am Bauzwang. Zwar waren in diesem Zusammenhang viele Gespräche nötig, doch Stefanek zeigte sich vor diesem Hintergrund überzeugt, „dass es hier in acht Jahren keine freien Bauplätze mehr geben wird“.

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