Nächtliche Exkursion
: Emminger Feuersalamander sind etwas Besonderes

Nach Einbruch der Dunkelheit machten sich 33 Naturliebhaber bei Emmingen auf die Suche nach Feuersalamandern – und wurden schnell fündig.
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(red/pm)
Oberndorf
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Die Suche nach Feuersalamandern war schnell erfolgreich und förderte beeindruckende Exemplare zutage.

Albrecht Bosch

Ein faszinierender Einblick in die geheimnisvolle Welt der Feuersalamander erwartete die Teilnehmenden der Nachtexkursion des NABU Nagold/Altensteig. 33 Naturbegeisterte – darunter zahlreiche Kinder – versammelten sich um 21.30 Uhr an der Emminger Bushaltestelle „Katzensteig“, um gemeinsam mit dem renommierten Herpetofauna-Experten Andreas Schäberle den seltenen Amphibien nachzuspüren.

Zu Beginn der Exkursion vermittelte Andreas Schäberle spannende Fakten über die Lebensweise der Feuersalamander. So erfuhren die Teilnehmenden unter anderem, dass diese Tiere bis zu 25 Jahre alt werden können – ein erstaunliches Alter für Amphibien.

Die Route führte entlang der Wildberger Straße in Richtung Wildberg. Bereits nach wenigen hundert Metern entdeckten die Teilnehmer die ersten Feuersalamander in den Tuffsteinmauern am Wegesrand – darunter beeindruckende Exemplare mit einem geschätzten Alter von mehr als zehn Jahren.

Ungewöhnlicher Lebensraum

Besonders bemerkenswert: Der Lebensraum der Emminger Feuersalamander zählt in Baden-Württemberg zu einem Sonderstandort. Anders als üblich leben die Tiere hier nicht im Wald, sondern auf Wiesen und ziehen sich tagsüber in die dunklen Hohlräume der historischen Tuffsteinmauern zurück. Diese Mauern bestehen aus lokal abgebautem Tuffstein, was eine besondere Verbindung zwischen dem natürlichen Lebensraum und der regionalen Geschichte schafft.

Ein weiteres Highlight der Exkursion war der Besuch der Emminger Tuffsteinrinne. Dort konnten zahlreiche Larven von Feuersalamandern und Bergmolchen bestaunt werden – ein eindrucksvoller Beleg für die ökologische Bedeutung dieses Lebensraums.

Die Nachtexkursion war ein voller Erfolg und verdeutlichte eindrucksvoll, wie wichtig der Schutz und die Pflege solch einzigartigen Lebensräume ist. Albrecht Bosch bedankt sich bei allen Teilnehmenden für ihr Interesse und bei Andreas und Claudia Schäberle für ihre fachkundige Begleitung.

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