Nachhaltigkeit in Nagold
: Schüler sammeln 46 ausgediente Handys fürs Recycling

Die neunte Klasse der Nagolder Zellerschule sammelte alte Handys, damit aus diesen wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen werden können.
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(red/pm)
Oberndorf
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Die Schüler und Schülerinnen der Zellerschule sammelten alte Smartphones und leisteten damit einen Beitrag zur Ressourcenschonung.

Julia Glanzmann/Stadt Nagold

Wie aus einem Schulprojekt gelebte Nachhaltigkeit wird, zeigte kürzlich eine neunte Klasse der Zellerschule im Fach Alltagskultur, Ernährung und Soziales (AES): Im Rahmen des Unterrichts beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit und starteten mit großem Erfolg eine Handysammelaktion an der gesamten Schule“, heißt es in einer Mitteilung.

„Ich bin auf die Aktion im Nagolder Amtsblatt aufmerksam geworden“, erzählt Lehrerin Constanze Wilm. „Mein schlechtes Gewissen hat sich gemeldet, weil mein altes Handy schon seit über einem Jahr in der Schublade lag.“

Im Unterricht recherchierten die Jugendlichen, warum es sinnvoll ist, alte Mobiltelefone dem Wertstoffkreislauf zuzuführen, anstatt sie ungenutzt aufzubewahren oder wegzuwerfen. „Mich hat überrascht, wie viel Wertstoffe, wie zum Beispiel Gold, Silber und Kupfer in den alten Handys stecken und unter welchen problematischen Bedingungen sie oft hergestellt werden“, berichtet eine Schülerin.

Aufklärungskampagne für Mitschüler

Begleitet von Schulsozialarbeiter Jan Ruggaber entwickelten die Jugendlichen eine kreative Aufklärungskampagne: Insgesamt 23 selbstgestaltete Plakate informierten Mitschülerinnen und Mitschüler über Nachhaltigkeit und machten auf die Handysammelaktion aufmerksam.

Insgesamt 46 ausgediente Handys kamen bei der Aktion zusammen. Diese wurden an Klimaschutzmanager Kevin Mack übergeben, der sich begeistert zeigte: „Die Handys fließen nun dem Recyclingprozess zu oder können je nach Zustand wiederverwendet werden. Eine beachtliche Leistung der Klasse und Betreuer. Damit leistet die Schule einen praktischen Beitrag zur Einsparung von Ressourcen – und damit zum Umwelt- und Klimaschutz.“

Auch Schulleiter Ulrich Schubert freute sich über die Aktion: „Der Unterricht hatte einen hohen Lebensweltbezug für unsere Schülerinnen und Schüler. Das Smartphone ist ihr täglicher Begleiter – und ins Bewusstsein zu rufen, welche Ressourcen darin stecken, ist eine wertvolle Erfahrung.“

Lehrerin Wilm zieht ein positives Fazit: „Es ist nicht nur sinnvoll, sondern auch ein befreiendes Gefühl, das alte Handy und Smartphone abzugeben."

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