Lindenrain-Schule Ebhausen
: Unvergessliche Tage im Tropen-Paradies

Nach über einem Jahr Vorbereitungszeit fand dieses Jahr der erste Schüleraustausch der Lindenrain-Schule Ebhausen mit dem Collège Pierre Poivre aus Moka auf Mauritius statt.
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(red/pm)
Oberndorf
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14 Schüler und Schülerinnen der Lindenrainschule besuchten im Rahmen des Schüleraustausch-Projekts die Insel Mauritius. Sie lernten dort Land, Kultur und Menschen näher kennen.

Wessendorf

Die Verbindung nach Mauritius entstand durch den Kontakt der mauritischen Lehrerin Houmayra Joonus mit der Ebhauser Lehrerin Julia Rothfuß. Beide hatten sich vor 13 Jahren während eines Auslandsjahres in einem Sprachkurs an der Universität in Nottingham kennengelernt. „Was vor zehn Jahren mit einem Briefprojekt im Referendariat am Christophorus-Gymnasium in Altensteig begann, gefolgt von dem kühnen Wunsch „irgendwann mal“ einen realen Austausch zu machen, wurde nun durch zwei engagierte Kolleginnen umgesetzt“, erzählt Julia Rothfuß begeistert.

Der erste gemeinsame Tag war geprägt von regionalem Handwerk. Nach einer Führung in der Getreidemühle Schill in Rohrdorf ging es am Nachmittag ins Walddorfer Backhaus, wo deutsche und mauritische Schüler unter Anleitung der Mutter einer der Austauschschüler gemeinsam Backwaren herstellten.

Interessierten Schülern der Klassen 5 bis 10 Rede und Antwort stehen

An einem Tag besuchten die Gäste aus Mauritius den deutschen Unterricht an der Lindenrain-Schule. Dort durften sie den interessierten Schülern der Klassen 5 bis 10 Rede und Antwort stehen und von ihrer Heimat und ihren bisherigen Erfahrungen in Deutschland berichten. Den nächsten Tag verbrachten die Schüler gemeinsam in Tübingen, wo sie während einer Stadtführung Details über die Geschichte und Kultur der Universitätsstadt erfuhren.

Auf dem Baumwipfelpfad in Bad Wildbad genossen die Jugendlichen den atemberaubenden Blick über den Schwarzwald und am letzten gemeinsamen Tag lernten die Kinder im Erlebnisparks Tripsdrill über die regionale Geschichte und erkundeten in Kleingruppen die Attraktionen des Parks.

„Vielfalt unserer globalen Gemeinschaft hautnah erleben“

Bei einer durch den Schulchor musikalisch abgerundeten Verabschiedung in der neuen Aula der Lindenrain-Schule, stellte Ebhausens Bürgermeister Volker Schuler in seiner Rede an die Gäste noch einmal heraus, wie prägend eine solche Erfahrung für das eigene Leben sein kann.

Schulleiter Matthias Fröhlich stellte in seinem Grußwort die umfassende Bedeutung dieses Austausches heraus: „Ich freue mich sehr, dass unsere Schule die wunderbare Gelegenheit hat, an einem internationalen Schüleraustausch über Kontinente hinweg teilzunehmen. Dieser Austausch ist eine einzigartige Chance, nicht nur neue Freundschaften zu knüpfen, sondern auch die Welt aus einer neuen Perspektive zu entdecken und die Vielfalt unserer globalen Gemeinschaft hautnah zu erleben.“

„Was für ein Glück wir hatten, so etwas erleben zu dürfen“

Einige Wochen später folgte dann der Gegenbesuch. 14 Schüler und zwei Lehrerinnen der Lindenrain-Schule Ebhausen machten sich auf die lange Reise nach Mauritius. Dort erwartete die Schüler ein herzlicher Empfang und alle Reise-Strapazen waren vergessen. Der erste Stopp führte an die Schule der Austauschschüler, wo ein üppiges Frühstück mit mauritischen Spezialitäten vorbereitet worden war.

Am späten Nachmittag wartete dann bereits das erste vieler Highlights des Aufenthalts: ein Lagerfeuer, lokale Leckereien, ein erster Badestopp im Meer und ein wunderschöner Sonnenuntergang am Strand. „In diesem Moment realisierten wir zum ersten Mal richtig, wo wir uns eigentlich befanden und was für ein Glück wir hatten, so etwas erleben zu dürfen“, fasst Annika Baier den Moment zusammen.

Das erste Mal mit Armut und dem Umgang mit Müll in Berührung

Der nächste Tag hielt weitere spannende Erlebnisse bereit, diesmal im Südosten der Insel. Das Schnorcheln und Kajakfahren im offenen Meer waren für alle eine tolle Erfahrung. Am folgenden Tag wurde der Unterricht in der Partnerschule besucht anschließend ging es in die Hauptstadt von Mauritius, Port Louis. Dort hatten die mauritischen Lehrerinnen eine Stadt-Rallye vorbereitet, die die Gruppe an verschiedene Orte, fernab der typischen Touristenattraktionen, in der Stadt führte. Dieser Ausflug war für die Schüler beeindruckend aber auch ein Kulturschock, da sie hier das erste Mal mit der örtlichen Armut und dem Umgang mit Müll in Berührung kamen.

Der nächste Ausflug führte die Austauschgruppe an die Nordküste Mauritius, wo durch eine NGO (Non-governmental organisation) Verschiedenes über den Umweltschutz und die Erhaltung von Korallenriffen auf Mauritius präsentiert wurde.

Es war auf jeden Fall den Aufwand wert

Der finale Ausflug führte die Schüler auf die Ils aux Aigrettes, eine kleine Insel, die für Forschungszwecke genutzt wird. Hier werden endemische (nur auf Mauritius oder Madagaskar vorkommende) Pflanzen- und Tierarten erhalten und geschützt. Dort erlebten die Jugendlichen auch riesige Schildkröten in der freien Natur.

„Es war ein total schönes Erlebnis, sowohl um eine fremde Kultur als auch unsere Schüler von einer ganz neuen Seite kennenzulernen. Es war auf jeden Fall den Aufwand wert und wir werden diese Woche, aber auch den Besuch bei uns im April, nicht mehr vergessen“, resümieren Annika Baier und Meike Wessendorf, die beiden begleitenden Lehrerinnen, den Austausch. Auch die Schüler zeigten sich begeistert: „Für mich war die Reise nach Mauritius eine Zeit, die ich nie wieder vergessen werde“, fasst Noel Skott, einer der Teilnehmer, die Woche zusammen.

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