Lehrsame Projektwoche
: Nagolds Burgschule wird zur eigenen Stadt

Reges Treiben an der Burgschule: In der Projektwoche vor den Faschingsferien unter dem Motto „Schule als Stadt“ verwandeln sich die Klassenzimmer in bunte Orte mit jeder Menge Spiel, Spaß und einem geregelten Arbeitsleben.
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(red/pm)
Oberndorf
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Bei der Projektwoche „Schule als Stadt“ betreiben die „Bürger“ wie hier einem Wellness-Salon, oder verdienen ihr Geld mit einem Spiele-Salon, Künstler- und Spielzeugladen, einer Filmfabrik oder arbeiten beim Rathaus.

Schnell/Burgschule Nagold

Scheinbar ganz nebenbei lernen die rund 70 Erst- bis Neuntklässler die Zusammenhänge zwischen Nachfrage und Angebot, das Zusammenspiel von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Schnell lernen die Schülerinnen und Schüler in dieser Woche: Nur gemeinsam, wenn jeder seinen Teil beiträgt, funktioniert die Stadt als Ganzes.

Die Schule wird zu einer Stadt mit eigener Währung und einem verantwortungsvollen 14-jährigen Bürgermeister, der ein friedliches Miteinander anstrebt.

Als äußerste Instanz fordert er dies mit einem kurzen Arrest im „Gefängnis“ hinter dem Klavier im Rathaus oder einem Burgtaler als Strafe ein. Hierfür sorgen die strengen Ordnungsamt-Mitarbeiter, wenn sie nicht gerade in der Führerschein-Zulassungsstelle mit Rollern oder Dreirädern Parcours abfahren lassen oder Auslandskorrespondenz betrieben wird: Allerlei Gäste mit Rang und Namen werden hier begrüßt.

Beispielsweise lässt sich Nagolds Bürgermeister Hagen Breitling ein „Hand-Shake“ mit dem Bürgermeister von Burgschul-City nicht entgehen. Bei der exklusiven Besichtigung von Nagolds Sitzungssaal konnten die Rathaus-Räumlichkeiten verglichen und neugierige Fragen an Amtsleiterin Birgit Maier gerichtet werden.

Vielfältige Angebote „nach der Arbeit“

In Burgschul-City ist einiges geboten. Jeder hat einen festen Job, darf jedoch nach getaner Arbeit in der wohlverdienten Freizeit die vielfältigen Angebote von Burg-City nutzen. So gibt es beispielsweise ein Spielcasino, in dem nach allen Regeln der Kunst gezockt wird, aber ganz ohne Strom: Ein adretter Croupier mit Fliege und Anzug weist hier bei schummrigem Licht in die Regeln des Rouletts, Bingos und Finger-Billards ein.

Direkt nebenan befindet sich ein Künstler-Atelier. Hier lassen Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen an Gipsmasken, Perlenketten, Stoffmalereien, Ton, Wolle und Steinen ihrer künstlerischen Ader freien Lauf. Im fantastischen Spielzeugladen „ToyToyToy“ werden Zimmerbumerangs, zauberhafte Flugdrachen, Drehkreisel oder Room-Discs hergestellt. In der Filmfabrik taucht man in die aufregende Welt des Films ein, in der auch herrlich duftendes Popcorn zum Verkauf angeboten wird. Bananen mit Wackelaugen, Magnetbuchstaben, Spielzeugtiere, Knöpfe, Lego-Steine und Knetfiguren werden hier aufwändig drapiert, um einen Stop-Motion-Film zu erstellen.

Im Fitness-Studio wird kräftig geschwitzt

In der „Body-und-Soul-Street“ wird im Fitness-Studio „Tiger-Fit“ bei Kursen wie Mileswalk und Pilates geschwitzt. Gegenüber lädt das duftende Spa-Center ein, die Seele baumeln lassen.

Wer bei all den Angeboten Hunger bekommt, für den ist in der „Gourmet-Allee“ für das leibliche Wohl gesorgt: Professionell wird man hier von den flotten Kellnern im aufwändig dekorierten Burgschul-Restaurant bewirtet, in dem es tagesaktuelle Delikatessen, wie Burger, Börek, Hot Dogs oder Tortellini mit Salat und leckeren Blätterteig-Schnecken zum Nachtisch gibt. Großen Zulauf erfährt auch die coole Cocktailbar.

Jungjournalisten arbeiten für ihre „Zukunfts-Zeitung“

Keiner ist vor den kritischen Augen der rasenden Reporter sicher, die alles genau unter die Lupe nehmen: Täglich verfasst die Presse-Agentur eine Ausgabe ihrer „Zukunfts-Zeitung“, sogar in digitaler Form, recherchiert investigativ über all das Treiben und verpackt lustige Geschehnisse, Klatsch und Tratsch in unterhaltsame Artikel.

Am Ende der Woche hält der Bürgermeister nach einer Polonaise bei einem fulminanten Stadtfest mit Filmfestival, goldenen Pokalen, Ordensverleihungen und Projektvorführungen eine Dankesrede an seine Mitbürgerinnen und Mitbürger. Diese haben sich dem Anlass entsprechend als Hasen, Feen, Drachen, Cheerleadern, Bushaltestellen, Ninjas, Superhelden, Popcornverkäufer und Punks verkleidet. Schließlich ziehen allesamt das Fazit: „Wir hatten alle riesen Spaß. Das müssen wir unbedingt wieder machen!“.

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