IIN zu Verkehr in Haiterbach
: Erst Umfahrung, dann die Beruhigung

Die Initiative Infrastruktur Nordschwarzwald will in Haiterbach auf eine ortsnahe Umfahrung hinwirken. Das war eines der Themen beim jüngsten Unterstützertreffen in der Kuckucksstadt.
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(pm/kaz)
Oberndorf
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Eine Beruhigung der Haiterbacher Ortsdurchfahrt findet die IIN erst sinnvoll, wenn es eine Umfahrung gibt.

Thomas Fritsch

Die Zahl der Unterstützer der Initiative Infrastruktur Nordschwarzwald ist inzwischen auf 71 angestiegen. Es handle sich dabei um namhafte Unternehmer und aktive Mittelständler, dabei seien auch Kommunalpolitiker aus Kreis- und Gemeinderäten.

Zum Vorstand gehören neben der treibenden Kraft Karl Braun auch Infinex-Geschäftsführer Martin Hartl. Schuon-Logistik-Chef Horst Schuon, IT-Unternehmer Sascha Trunte, Epple-Transport-Geschäftsführer Christian Epple sowie Unternehmer Hermann Walz aus Talheim.

Man arbeite mit allen Parteien und Vereinigungen zusammen, die daran interessiert seien, die Infrastruktur auszubauen, nicht nur das Straßennetz, sondern auch Bahnverkehr und digitale Infrastruktur.

Umfahrung wird untersucht

„Von der Stadtverwaltung Haiterbach war jüngst zu hören, dass man dabei ist, Umfahrungsmöglichkeiten von Haiterbach zu untersuchen und von den zuständigen Gremien bearbeiten zu lassen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Initiative.

Von Seiten der IIN sei man für eine ortsnahe Umfahrung gemäß Steinbeis-Gutachten, die kostengünstig und schnell realisierbar sei.

Zustimmung bei der IIN finde die Entscheidung des Gemeinderates von Haiterbach, aktuell keine Tempo-30-Zone bei der Stadtdurchfahrt einzuführen. Der Gemeinderat hatte Ende April beschlossen, nicht der Stoßrichtung der Verwaltung zu folgen, die vorgeschlagen hatte, eine 30er-Zone ab Höhe Einfahrt Alte Nagolder Straße bis zur Einmündung in die Altnuifraer Straße einzurichten.

Beruhigung mit Aufwertung verbunden

Erst wenn die Umfahrung gebaut sei, der Schwerlastverkehr nicht mehr durch die Innenstadt fließe, könne über Verkehrsberuhigung im Bereich Marktplatz und Nagolder Straße nachgedacht werden, verbunden mit einer Aufwertung der Lebensqualität in der Innenstadt, wie zum Beispiel in der Marktstraße in Nagold, teilt die IIN weiter mit

Beklagt wurde der zähe Ausbau der überregionalen Infrastruktur, zum Beispiel höre man täglich im Radio über Staus im Bereich Böblingen/Sindelfingen und der Umfahrung Pforzheim. Der Hauptgrund der Verzögerung seien die überzogenen Umweltauflagen und die immer weiter ansteigenden bürokratischen Anforderungen. Hinzu würden häufig auch Bürgereinsprüche und fehlerhafte Planungsleistungen kommen.

Ein Paradebeispiel aus der Region sei die Hessebahn. 2014 beschlossen mit einem Kostenrahmen von 40 Millionen Euro und Fertigstellungstermin 2018. Jetzt nach mehr als zehn Jahren sei der Kostenstand bei 210 Millionen Euro und der Fertigstellungstermin immer noch nicht gesichert.

Hohe Kosten durch Staus

Laut ADAC verursachten allein Staus auf den Autobahnen jährlich Schäden in Höhe von 100 Milliarden Euro.

Rechne man Verkehrsberuhigungsmaßnahmen besser als Verkehrsbehinderungsmaßnahmen der Kommunen hinzu, komme man leicht auf eine Verdoppelung der genannten Summe.

„Mit dem verschleuderten Geld könnte man viel Sinnvolles erledigen und zusätzliche Schuldenberge, die jüngst beschlossen wurden, vermeiden“, schreibt die Initiative Infrastruktur Nordschwarzwald.

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