„Haiterbach – do it!“: Ideen sprudeln bereits beim Infoabend

Birgit Riedel stellt zusammen mit Anke Stickel das Projekt „Haiterbach – do it!“ beim Infoabend vor.
Sabine StadlerBei diesem Vorhaben bringen Bürger, Vereine, Unternehmen oder Schulklassen ihre Ideen und Talente ein mit dem Ziel einer selbstverantwortlichen sozialen Dorfentwicklung. Jeder kann mitmachen und gemeinsam etwas tun, so Projektleiterin Birgit Riedel bei der Vorstellung der Eckpunkte des neuen Projektes.
Gefördert wird „Haiterbach – do it!“ vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über das Bundesprogramm Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULE plus) im Zeitraum bis zum 30. September 2027. Von 26 deutschlandweiten Projekten entfallen gerade mal drei auf Baden-Württemberg. Das Mehrgenerationenhaus ist stolz darauf, zu diesem Trio zu hören.
Dreh- und Angelpunkt in diesem Dorfentwicklungsprozess sind diese vier Themen: Talente weitergeben, Begegnungsräume, Respekt im Flecken und Nachbarschaft leben. Das noch nie dagewesene Format monatlich stattfindender „Friseurgespräche“, mit denen das Mehrgenerationenhaus erste Kontakte knüpft und Impulse setzt, kam beim Ministerium gut an, sagte Anke Stickel vom Diakonieverband Nordschwarzwald.
Gespräche im Friseursalon
Stattfinden sollen diese Gespräche in lockerer Atmosphäre beim benachbarten Friseursalon Stehle. Nach Ladenschluss werden dort durch Interviews mit lokalen Amtsträgern, Ehrenamtlichen, Unternehmern, Landfrauen und weiteren Personen, Impulse zu verschiedenen inspirierenden Themenbereichen gesetzt. Dabei soll der Funke zum Mitmachen überspringen.
Fortgesetzt werden dann konkrete Aktionen an Vertiefungsabenden im Mehrgenerationenhaus. Bei der gemeinsamen Entwicklung der Aktionen samt Umsetzung in die Praxis unterstützt die 26-jährige Studentin des dualen Studiengangs „Soziale Arbeit“ Elisa Barth als Projektfachkraft. Sie ist gespannt auf das Projekt, an dem sie auf einer 70-prozentigen Stelle im Mehrgenerationenhaus mitwirkt.
Zusätzlich werden Prozess und Ergebnisse durch regelmäßige gemeinsame Moderationsabende von Martin Schanze begleitet und reflektiert. Zum ersten offenen Treff von „Haiterbach – do it!“ mit Raum für Fragen, Anregungen, Wünsche und zum Einbringen von Ideen, lädt das Mehrgenerationenhaus am Mittwoch, 23. Juli, ab 16 Uhr alle Interessierten in die Poststraße 2 ein. Dieser offene Treff soll regelmäßig stattfinden.

Birgit Riedel (von links), Anke Stickel, Elisa Barth und Martin Schanze betreuen das Projekt „Haiterbach – do it!“ federführend.
Foto: Sabine StadlerVertiefungsabende sind ab August geplant, die Friseurgespräche starten in der zweiten Septemberhälfte zum Thema „Talente“. Die Umsetzung erster Aktionen wird dann ab Oktober starten. Bereits beim Infoabend setzten die Teilnehmer mit ersten Impulsen und vielen kreativen Ideen dem Start in das Projekt „Haiterbach – do it!“ einen gelungenen Einstieg.
Vereine sollen eingebunden werden
Wichtig war dabei, die Vereine in das Projekt beispielsweise mit einem Infoabend einzubinden oder das Projekt bei der Besprechung der Vereinsveranstaltungen für 2026 vorzustellen. Die Verbindung der Ortsteile, die Reaktivierung des Backhauses Beihingen, Veranstaltungen in den Schulen, Bastelaktionen und die Wiederbelebung alter Traditionen wurden genannt. Vorgeschlagen wurden auch eine Tauschbörse, Osterbrunnengestaltung und die Verwendung des „Haiterbacher Kuckucks“, mit dem die Projektarbeit in der Stadt sichtbar gemacht werden könnte. In Arbeit sei bereits auch ein Logo für das Projekt.