Gemeinderat Jettingen: Schulessen wird durch eine Salatbar bereichert

Der Auftrag für das Schulessen wurde in Jettingen neu vergeben – der Anbieter bleibt dennoch der gleiche.
Jens Kalaene/dpaThomas Strohäker, wird weiterhin das Essen für Schulen und Kindergärten in Jettingen zubereiten. Er hatte bei einer jetzt notwendig gewordenen Ausschreibung als einziger ein Angebot abgegeben, dem der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung zustimmte. Bei einem geschätzten Auftragswert von 230 000 Euro lag das Angebot von Thomas Strohäker mit 245 000 Euro (netto) über der Kostenschätzung.
Die Ausschreibung war mit einer Beraterin des Landeszentrums für Ernährung vorbereitet worden. „Auf ihr Anraten hin wurde für die Ausschreibung die erst im März 2024 neu herausgegebene Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) als verbindliche Vorgabe für die Qualität des Essens festgeschrieben“, heißt es in der Sitzungsvorlage des Gemeinderats zu diesem Tagesordnungspunkt.
Stärkerer Fokus auf Nachhaltigkeit
In der neuen Leitlinie werde ein stärkerer Fokus auf Nachhaltigkeit gelegt. Außerdem seien die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse in Bezug auf gesunde Ernährung eingearbeitet worden. „Sie stellt somit eine gute Grundlage für die gesunde Mittagsverpflegung in Kitas und Schulen dar und ermöglicht eine optimale Vergleichbarkeit der eingehenden Angebote.“
Überhaupt erforderlich wurde die Ausschreibung in jetziger Form durch den Umgang des Auftrags. Eine europaweite Ausschreibung ist bei einer öffentlichen Ausschreibung von Liefer- und Dienstleistungen ab einem Schwellenwert von 221 000 Euro netto Auftragswert vorgeschrieben.
Zubereitung in Willy-Dieterle-Halle
In der Ausschreibung wurde das Verpflegungssystem „Kochen und warmhalten“ vorgeschrieben, das bisher ebenfalls im Einsatz ist. Es bedeutet, dass das Essen frisch vor Ort gekocht, warmgehalten und dann in die Einrichtungen transportiert wird. Auch künftig wird das Essen in der Willy-Dieterle-Halle gekocht.
Neu ist eine Salatbar, die man mit in die Ausschreibung aufgenommen hatte. Jährlich werden rund 50 000 Mahlzeiten verkauft.
Die Preissteigerung bezeichnet die Verwaltung als moderat. die Kosten für ein Essen liegen demnach künftig bei 4,15 Euro im Kindergarten (alt: 4,04 Euro), in der Grundschule bei 4,45 (4,40) Euro und in der Gemeinschaftsschule bei 5,60 (5,50) Euro.
Esse werden bezuschusst
Aktuell liegen die Essenspreise für die Nutzer bei 4,20 Euro im Kindergarten, 4,80 Euro in der Grundschule und 5,30 in der Gemeinschaftsschule. Diese Beiträge sind aber schon bisher nicht deckend, weil laut Verwaltung Kosten für die Küche, Auslieferung des Essens und die Personalausgaben für die Essensausgabe zuzüglich der Mensa anfallen, so dass insgesamt jedes Essen durch die Gemeinde bezuschusst werde.
Der Vertrag zwischen der Gemeinde Jettingen und dem Caterer Thomas Strohäker wird zunächst für ein Jahr geschlossen. Es bestehe die Option, den Vertrag bei Zufriedenheit um weitere zwei Jahre zu verlängern. Vertragsbeginn ist der 7. Januar 2026