Einweihung in Mötzingen: Holzmodule als Klassenzimmer – „Die Kinder fühlen sich hier sehr wohl“

Die Drittklässler der Mötzinger Grundschüler durften das offizielle Band für ihre neuen Klassenzimmer durchschneiden.
Uwe Priestersbach- Mötzingen erweitert Grundschule mit zwei Holzmodulen, offiziell beim Schulfest eingeweiht.
- Zwei neue Klassenräume à 68 Quadratmeter bieten Platz für bis zu 28 Kinder je Raum.
- Kosten rund 500.000 Euro inklusive moderner Einrichtung – Bauweise aus heimischem Holz.
- Photovoltaik auf dem Dach installiert, Aufstockung um zwei Module technisch möglich.
- Schulleitung und Bürgermeister loben Qualität und Atmosphäre, Kinder zeigen großen Stolz.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Zahlreiche Schüler, Eltern und Großeltern sorgten dabei für eine prächtige Kulisse im Schulhof. „Wir sind alle sehr dankbar für das wunderbare Holzgebäude mit seinen schönen Zimmern“, erklärte Schulleiterin Silke Braun – und fügte hinzu: „Die Kinder fühlen sich hier sehr wohl“.
Bürgermeister Benjamin Finis war es nicht entgangen, dass die Drittklässler sogar ziemlich stolz auf ihre neuen Klassenzimmer sind – und damit offensichtlich auch mitunter angeben. „Für uns Erwachsene sind das zwei neue Unterrichtsräume, für die Kinder sind sie aber etwas ganz Besonderes“, machte der Rathauschef deutlich. Gleichzeitig unterstrich er ebenfalls, dass die Gemeinde die Erweiterung ganz bewusst beschlossen hatte – denn „wir investieren hier in unsere Kinder und damit in die Zukunft Mötzingens“.
Gemeinderat entscheidet sich für einen anderen Weg
Wie Benjamin Finis in Erinnerung rief, gab es mit Blick auf die steigenden Schülerzahlen bereits 2019 konkrete Überlegungen, das Schulgebäude klassisch zu erweitern. Man entschied sich damals zwar für die Planung eines Anbaus in Richtung Schulgarten mit voraussichtlichen Kosten von 2,5 Millionen Euro, doch während der Corona-Pandemie verschwanden die Pläne zunächst in der Schublade.
Weil die Grundschule gute Rahmenbedingungen brauche und der Bedarf nach wie vor gegeben war, hatten sich Gemeinderat und Verwaltung schließlich für einen anderen Weg als den klassischen Erweiterungsbau entschieden. Favorisiert wurde nun der Vorschlag, die beiden neuen Klassenzimmer mit Holzmodulen zu schaffen – und der Bürgermeister unterstrich: „Diese Bauweise verbindet Qualität, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit“.
500.000 Euro für die Holzmodule samt moderner Einrichtung
Und dann ging es richtig schnell, denn Mitte Mai wurden die beiden Holzmodule angeliefert und keine vier Wochen später fand bereits der erste Unterrichtstag in den neuen Klassenzimmern statt. Wie Benjamin Finis am Rande der Einweihung anmerkte, wurde zudem der Kostenrahmen mit rund 500.000 Euro für die Holzmodule samt moderner Einrichtung eingehalten.
„Es wurde heimisches Holz verwendet und die Akustik ist überragend“, freuten sich auch die Architekten Frieder und Max Großmann über das gelungene Werk. Die beiden jeweils 68 Quadratmeter großen Klassenräume sind für bis zu 28 Schüler zugelassen. Auf dem Dach wurde zudem eine Photovoltaikanlage installiert.
Aufstockungen sind technisch möglich
Die von Firma Müller Holzbau in Simmersfeld hergestellten Holzmodule sind von der Statik her so ausgelegt, dass bei Bedarf eine Aufstockung mit zwei weiteren Modulen möglich ist. Und so dankte Jimmy Müller dem Mötzinger Gemeinderat für das Vertrauen in die Modul-Lösung – und gemeinsam mit den Architekten spendete er drei neue Sitzbänke für den Schulhof.
Nachdem die Klassensprecher der Drittklässler das obligatorische Band durchgeschnitten hatten, konnten sich die Besucher ein Bild von den modernen Klassenräumen mit ihrem besonderen Ambiente machen. Unter die Lupe genommen wurde ebenso die Ausstellung der Ergebnisse aus den Projekttagen, die in diesem Jahr passenderweise unter dem Motto „Bauen und konstruieren“ standen. Abgerundet wurde das Schulfest noch mit einem kleinen Theaterstück der Grundschüler in der Gemeindehalle.
