Botschafter in Nagold: Schaufert sieht in Mauretanien ideale Voraussetzungen

Die Schnepf Planungsgruppe erhielt diplomatischen Besuch: Geschäftsführer Adrian Schaufert (von links), Botschafter Boubacar Kane, Initiator Wolfgang Henne und Übersetzer Lazard Djoumbi
SchaufertHoher diplomatischer Besuch in der Region: Der Botschafter der afrikanischen Republik Mauretanien in Deutschland, Boubacar Kane, war zu Gast bei der Schnepf Planungsgruppe Energietechnik in Nagold. Empfangen wurde er von Geschäftsführer Adrian Schaufert.
Die Schnepf Planungsgruppe ist seit vielen Jahren in der Konzeption, Planung und Begleitung von Energieprojekten tätig. Mit Blick auf die Herausforderungen der Energiewende rückt das Unternehmen zunehmend auch Themen wie erneuerbare Energien, Sektorenkopplung und innovative Speicherlösungen in den Vordergrund.
Im Mittelpunkt des Gesprächs zwischen dem Botschafter und Geschäftsführer Schaufert standen die Zukunftschancen von Solar- und Windkraft, insbesondere für die landeseigene Strom- und Energieversorgung. Mauretanien verfügt über hervorragende klimatische Bedingungen: Mehr als 4400 Sonnenstunden im Jahr und konstant starke Winde an der Küste machen Mauretanien zu einem attraktiven Standort für die Produktion von grünem Strom. Die Kombination mit entsprechenden Speicherlösungen könnte einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit sowie zur Kohlendioxid-Reduzierung des Landes beitragen.
Wasserstoff ist ein zentrales Thema
Ein zentrales Thema war zudem der Energieträger Wasserstoff. „Gerade die Kombination aus Sonne und Wind eröffnet enorme Möglichkeiten für die Erzeugung von grünem Wasserstoff. Das könnte nicht nur für den Eigenbedarf wichtig werden, sondern auch für den Export nach Europa“, erklärte Botschafter Kane.
Auch Adrian Schaufert betonte die Chancen einer engeren Zusammenarbeit: „Wir sehen großes Potenzial in internationalen Partnerschaften. Technologien, die wir hier in Deutschland entwickeln, können in Ländern wie Mauretanien in einem ganz anderen Maßstab eingesetzt werden.“ Entscheidend sei aber eine zum Land passende Konzeption, zu der die Planungsgruppe gerne mit ihrem Wissen beitrage.
Mauretanien sucht langfristige Kooperationen
Der Botschafter zeigte sich beeindruckt von der Kompetenz des Nagolder Unternehmens. Er betonte, dass Mauretanien aktiv nach Partnern suche, die bereit sind, langfristige Kooperationen im Bereich erneuerbarer Energien einzugehen. Ziel sei es, nicht nur die eigene Energieversorgung nachhaltiger zu gestalten, sondern auch einen internationalen Beitrag zu einer klimafreundlichen Zukunft zu leisten.
Abgerundet wurde der Besuch mit einer Führung durch die Räume des Unternehmens, bei der konkrete Technologien – beispielsweise Eisspeicher – vorgestellt wurden. Beide Seiten vereinbarten, den begonnenen Dialog fortzuführen und mögliche Kooperationsfelder im Detail zu prüfen.
„Die Energiewende sowie die Klimaneutralität zu erreichen, ist eine globale Aufgabe“, so Schaufert zum Abschluss. „Und genau deshalb sind Begegnungen wie heute so wichtig.“