Bauen in Nagold: Internationales Flair bei der Premiere

Reichlich Gäste und Prominenz beim Spatenstich: (von links): Esra Simsek, Loris Barth, Hagen Breitling, Peter Bohinec, Thomas Theilig, Vincent Hamen, Brahim Bdeba, Jürgen Großmann, Michael Rau und Rainer Lenz
Julia GlanzmannDie Große Kreisstadt Nagold hat im Rahmen des Tages der Städtebauförderung mit einem offiziellen Spatenstich den Startschuss für ihr erstes kommunales Wohnneubauprojekt gegeben. In der Calwer Straße 2 entstehen zehn Mietwohnungen sowie zusätzliche Räume für die städtische Bauverwaltung.
Das Projekt wird durch den Eigenbetrieb WiN (Wohnen in Nagold) realisiert, der erst im Jahr 2021 gegründet wurde. Oberbürgermeister Jürgen Großmann betonte beim Spatenstich die grundsätzliche Zielsetzung des Eigenbetriebs: „WiN hat die Aufgabe, Schritt für Schritt und im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten den kommunalen Wohnungsbestand auszubauen.“ Dies gelte insbesondere für Gebäude, die durch die Stadt saniert oder im Zuge der Innenstadtentwicklung erworben würden.
Im Erdgeschoss findet Erweiterung der Bauverwaltung Platz
Das Projekt in der Calwer Straße 2 stelle dabei eine Besonderheit dar. Erstmals werde mit Hilfe staatlicher Fördermittel ein kommunales Neubauprojekt in zentraler Innenstadtlage umgesetzt, direkt neben dem Baurechtsamt der Stadt. Neben den zehn Mietwohnungen ist im Erdgeschoss eine Erweiterung der Bauverwaltung vorgesehen, die künftig erstmals vollständig barrierefrei erreichbar sein wird.

Das geplante Neubauprojekt von der Calwer Straße aus gesehen.
Foto: Kauffmann, Theilig & PartnerDie Wohnungen bleiben bewusst im Eigentum der Stadt Nagold. Ziel sei es, langfristig preisgedämpften Wohnraum anbieten zu können. Gleichzeitig sei die Stadt aufgrund der gewährten Landesförderung verpflichtet, die Wohnungen zu entsprechenden Konditionen zu vermieten.
„Städtebauförderung ist wahrer Segen für eine lebendige Innenstadt“
Oberbürgermeister Großmann nutzte den Termin zudem, um die Bedeutung der Städtebauförderung für die Entwicklung Nagolds hervorzuheben. „Die Städtebauförderung ist ein wahrer Segen für eine lebendige Innenstadt. Mit ihrer Hilfe kann historische Bausubstanz erhalten und gleichzeitig moderne Stadtentwicklung ermöglicht werden“, erklärte Großmann.
Nagold sei in den vergangenen Jahren immer wieder erfolgreich in das Landessanierungsprogramm aufgenommen worden. Zu den bedeutenden Projekten der Städtebauförderung zählen unter anderem die Neugestaltung des Posthofs als Veranstaltungsfläche für die Seminarturnhalle, die Sanierung und Erweiterung der alten Eisberghalle sowie die Erneuerung der Alten Post.
Viele Gäste aus den Partnerstädten
Beim offiziellen Spatenstich waren auch Gäste aus den Partnerstädten Nagolds anwesend. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Großmann nahmen Vincent Hamen aus Longwy, Brahim Bdeba aus Atar sowie Peter Bohinec aus Jesenice an der Veranstaltung teil.
Die Planung des Gebäudes stammt vom Architekturbüro Kauffmann, Theilig & Partner. Architekt Thomas Theilig erklärte, der Neubau füge sich sensibel in die historische Umgebung ein und besitze zugleich eine moderne Architektursprache. Mit den Rohbauarbeiten wurde das Unternehmen Rau Bau beauftragt.