Auftritt in Jettingen: Drei Chöre begeistern das Publikum bei Premiere

Drei Chöre traten in der Unterjettinger Kirche auf.
Gottfried SchäberleDie Kinderchöre der evangelischen Kirche unter der Leitung von Antje Ruf, der Liederkranz Oberjettingen unter der Leitung von Christiane Falk und der Kirchenchor Jettingen unter der Leitung von Andreas Faller hatten zum gemeinsamen Konzert eingeladen.
Zuhörer aus nah und fern folgten dieser Einladung und sorgten für eine gefüllte Kirche. Auch Pfarrer Michael Lang zeigte sich beeindruckt vom Publikumsrun: „Diese Besucherzahl ist enorm und die Michaelskirche ist tatsächlich bis auf den letzten Platz gefüllt.“
Schon mit Beginn des Konzertes zog der beeindruckende fast 80 Sängerinnen und Sänger umfassende Chor die Aufmerksamkeit der Zuhörer mit einer Interpretation von „O komm du Morgenstern“ auf sich und setzte besonders die Kinderchöre in Szene, welche während der ersten Strophe mit Kerzen die Kirche betraten.
Mit „Maria durch den Dornwald ging“ folgte ein erster Weihnachtsklassiker, bei dem in jedem Formteil eine andere Stimme des Chores klanglich herausgearbeitet wurde, beginnend mit den hellen Stimmen der Kinderchöre und begleitet durch zwei Violinen (Antje Ruf und Johanna Krauss).
Sanfte Klavierbegleitung
Populärer wurde es hingegen mit dem sogenannten Christmas Jazz-Stück „Unto us“: Zwischen getragener Melodie und gewogen in sanfter Klavierbegleitung (Christiane Falk) im Anfangsteil sowie einem durch Tempowechsel hervorgehobenen Mittelteil (Herodes), nahmen die Chöre das Publikum in die frühere Zeit mit. Übergangslos ging es in die „Stille“ von Lorenz Maierhöfer über.
Pfarrer Michael Lang ging in einem anschließenden kurzen Impuls besonders auf diese Stille ein, welche vom Chor zuvor mit einer ausgeprägten Generalpause dargeboten wurde. „Diese Pause mussten wir alle aushalten, Chor und Publikum, auch wenn sie in dieser Weise gar nicht in den Noten steht“, so Andreas Faller, der alle gemeinsamen Stücke des großen Chores dirigierte.
Das mit den Zuhörern gemeinsam gesungene Lied „Leise rieselt der Schnee“ bildete den Übergang in die Mehrchörigkeit. Mit „We wish you a merry Christmas“ und dem Friedensquodlibet „Licht der Weihnacht“ verteilten sich die Chöre hierbei so im Kirchenraum, dass das Stück von vier Seiten zu hören war.
Ausgelassene Atmosphäre
Die Kinderchöre sorgten mit dem „Zipfel Zapfel“ dann für eine wieder ausgelassene Atmosphäre, bevor es mit „Chiara e la notte“ noch internationaler wurde. Die Kinderchöre sangen in äußerster Klarheit den italienischen Text, der Kirchenchor folgte mit der französischen Übersetzung, bevor der Liederkranz mit den warmen Männerstimmen den deutschen Text zum Besten gab.
Besonders die ausbalancierte Mischung aller gesungenen Sprachen machte diesen Kanon zu einem echten Genuss.
Der Teeniechor sang anschließend mit „Mary did you know“ noch ein Stück, dass bei keinem Adventskonzert fehlen darf. Angeleitet von Antje Ruf, ausgewogen mehrstimmig gesungen und gut intoniert nahmen sie die Besucher mit in die damaligen Geschehnisse.
„Josef lieber Josef mein“, ein Kinderwiegenlied gesungen von den Jüngsten in der Melodie, dirigiert von Christiane Falk und behutsam im Hintergrund begleitet vom Männerchor, brachte die Vielfalt des Programms gelungen auf den Punkt.
Groovig und swingig
Groovig und swingig beendeten die Chöre das Konzert mit dem Titel von Peter Schindler „Sei willkommen Weihnachtszeit“.
Spätestens jetzt lebte das Publikum nochmals richtig auf und auch der Groove hallte noch lange nach, denn nach den Schlussworten von Pfarrer Lang und dem gemeinsam gesungenen Adventslied „Tochter Zion“ wurden noch zwei Zugaben vom begeisterten Publikum gefordert. Es wäre nicht verwunderlich, wenn noch so manche Melodie bei dem ein- oder anderen Zuhörer bis Heiligabend im Ohr nachklingen wird.