60 Jahre Burgschule Haiterbach: Schüler brechen musikalisch zu neuen Ufern auf

In einem originalgroßen Paddelboot stachen die Schüler in See.
Ursula HellmannSechzig Jahre Lehranstalt – und in keiner Minute dieser Zeit gab es dort eine Leere bezüglich des Auftrags für eine breitgelagerte Bildung der jungen Generation in Haiterbach und Umgebung. Alle umfangreichen Aufgaben der Schulleitung liegen in den engagierten Händen des kommissarischen Schulleiters Thomas Christ der von seinem Lehrpersonal unterstützt wird. Mitglied des erweiterten Schulleitungssystems und Berater in vielen Entwicklungsprozessen ist seit vielen Jahren auch Tobias Schneck.
Bereits im Mittelalter bestand eine Lateinschule in Haiterbach. Sie gehörte schon bald zu den ersten deutschen Ausbildungsstätten für Kinder und Jugendliche mit einem geregelten Schulwesen. Für viele Haiterbacher Seniorinnen und Senioren sind deren acht Lernjahre im alten Schulgebäude an der Hauptstraße in den Räumen des heutigen Unternehmens FloraTine immer noch eine angenehme Erinnerung.
Im „Raum der Begegnung“ waren viele Jahrgangs-Abschlussfotos aus den Jahren ab 1965 ausgestellt. Da gab es hier und da ein fröhliches Wiedererkennen von Klassenkameraden. Uralte Schulartikel, Leihgaben des Beihinger Heimatmuseums, riefen bei jungen Haiterbachern ein mitleidiges Lächeln hervor.
Das Motto lautet „Begegnungen“
„Begegnungen“ lautete das Motto der Geburtstagsfeier zum 60-jährigen Bestehen. Wie eng verbunden Thomas Christ und seine Familie seit drei Generationen mit der Burgschule sind, gab er gerne in seiner Begrüßung bekannt. Auf seine Frage „Was macht eine Schule zu etwas Besonderem?“ zählte er Eckpunkte auf: „Lehrkräfte, die sich mit Vollgas einsetzen, Schulträger als Rückendeckung, ideenreiche Mitarbeiter und vor allem Schüler; sie sind es wert, dass wir alles für sie geben!“

Derzeit besuchen 330 Kinder die Burgschule.
Foto: Ursula HellmannHistorisch interessante Details verband Bürgermeisterin Kerstin Brenner in ihrem Glückwünschen mit dem heutigen Stand der Burgschule in ihrer modernen und trotzdem immer auftragsbewussten Führung. Einige Zahlen interessierten auch Gäste von außerhalb. Brenner: „Momentan besuchen die Burgschule einschließlich der Zweigstelle Unterschwandorf 330 Kinder und Jugendliche; insgesamt 23 Lehrkräfte gehören zum Kollegium.“ Die Zusammenarbeit von Stadtverwaltung und Schulleitung hob sie als sehr angenehm hervor.
Ähnlich äußerte sich auch Schulamtsleiter Volker Traub. Er sieht in dem Konzept der Begegnungen auch eine gute Basis, Meinungen auszutauschen und ihnen in diesem Geist ein akzeptables Miteinander anzubieten. Seine Gratulation zum 60-jährigen Bestehen wurde zu einer echten Laudatio auf die Intention der Schule und alle, die ihre großen Möglichkeiten mit Lust und Liebe realisieren.
Gäste umlagern Spielstationen
Zum feierlichen Auftakt des Festes trug auch die junge Bläsergruppe unter Marius Kirn bei. Jugendliche der dritten und vierten Klassen begeisterten die etwa 250 Festbesucher mit ihren klangreinen Instrumenten und exaktem Rhythmus. Der Abschluss des offiziellen Teils gefiel durch einen Gruppen-Formationstanz mit zarten bunten Tüchern. Von den zahlreich angebotenen Spielstationen waren logischerweise die Fußball-Zielübungen stark belegt, die Hüpfburg ständig in Aktion und die Plätze am Kinder-Schminktisch hatten Warteschlange.
Jeweils um elf und zwölf Uhr am Vormittag wechselte eine große Schar Gäste vom Platz der leckeren Speiseangebote hinunter in die große Sporthalle. Schon der Titel des Schüler-Musicals „Auf zu neuen Ufern“ ließ Interessantes hoffen. Die Musik-AG füllte die Bühne. Isabelle Thalgott (Leiterin der Flöten-AG) formierte ihren Chor und die Darstellergruppe. Das Publikum staunte über ein originalgroßes Paddelboot im Vordergrund. Klavier, Gitarre und Cajonschläge begleiteten das „Oratorium“ der großen Sängerschar.
Tobias Schneck freute sich über das Interesse seiner Besichtigungsgruppen. Auch das neu erstellte Logo der Burgschule kam sehr positiv an.