207 Kinder dabei: Was es mit den „Salzmenschen“ beim CVJM-Ferienprogramm auf sich hat

Mehr als 200 Kinder hatten viel Spaß bei der CVJM-Stadtranderholung.
JansenEin buntes Programm hat der CVJM für die einwöchige Stadtranderholung beim Freizeitheim für die 207 Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren zusammengestellt. Basteln, Geländespiele und Ausflüge waren angesagt. Außerdem verfolgten die Kinder jeden Tag in Anspielen die Geschichte von Agent Cleverus.
Agent Cleverus hat den Auftrag, die Anhänger dieses Jesus auszuspionieren – denn der Herrscher fühlt sich in seiner Macht bedroht. Bei seinen Ermittlungen unter den ersten Christen bekommt Agent Cleverus seltsame Dinge mit. Da verkauft doch tatsächlich einer sein eigenes Eigentum, damit Arme unterstützt werden können.
Spion unter den „Salzmenschen“
Die „Salzmenschen“ nennt er sie – denn die Christen erinnern sich an Jesus‘ Worte: „Ihr seid das Salz der Erde“. Will heißen: Ihr macht einen Unterschied. Und Agent Cleverus stellt fest – so schlecht findet er das gar nicht, was er da sieht.
Danach gehen die Kinder in ihre Zeltgruppen. „Das ist die Familie für die Woche“, meint Laura Ungericht, Jugendreferentin beim CVJM Nagold. In diesen Gruppen wird etwa gemeinsam Mittag gegessen und ein Ausflug gemacht. Da gab es Bauernhof, Kanu fahren, eine Kunstwerkstatt in der Jugendkunstschule und ein Besuch im Freizeitpark Rotfelden. Bei Geländespielen im nahen Wald spielen die Gruppen gegeneinander.
Eines der Geländespiele ging etwa darum, Maischips zu sammeln. Diese konnten dann gegen Materialien eingetauscht werden, aus denen am Ende ein Salzstreuer entstehen sollte. „Da ist Kreativität gefragt“, erklärt Ungericht. Es gibt keine fertigen Bauteile, die Kinder müssen selbst herausfinden, wie sie die Bestandteile nutzen können. Am Ende zählt das Ergebnis für den Sieg.
Dreimal in der Woche gibt es Kreativgruppen. In jedem Zelt ist ein anderes Projekt untergebracht. In einem werden Armbänder geknüpft, in einem anderen Schlüsselanhänger aus Filz in Form von Blumen, Herzen und Klee geschnitten. Aus Sand und Luftballons enstehen Quetschbällchen, in einem anderen Zelt gibt es Kinderschminken und Hennatattoos. Mädchen lassen sich einzelne Haarsträhnen mit bunten Fäden umwickeln.
Blumentöpfe können bemalt und zu Tierfiguren umgebastelt werden, Kerzen werden individuell gestaltet, in einem anderen Zelt aus Wolle entstehen kleine Pompoms mit Augen – witzige kleine Monster. Praktisch sind auch die eigens hergestellten Mensch-Ärgere-dich-nicht-Bretter – da werden die Spielfiguren auch selbst mit Schleifpapier bearbeitet. Im Haupthaus bekleben einige Kinder Bilderrahmen.
Mit dabei ist auch ein Erste-Hilfe-Zelt. Hier können die Kinder erste Erfahrungen mit dem Erste-Hilfe-Kasten sammeln.
Auf der weiten Wiese beim Freizeitheim gibt es auch viel Gelegenheit, Energie abzubauen. Während der Kreativgruppen toben einige Kinder über den Rasen, spielen Fußball oder schaukeln auf dem kleinen Spielplatz.
Extra für Programm freigenommen
Die ersten Planungen starteten schon Anfang des Jahres. Die Betreuer, die auch tatkräftig von Eltern unterstützt werden, etwa in der Küche oder bei den Kreativgruppen, haben sich in dieser Woche teilweise extra freigenommen, um das Programm mitzugestalten. Andere haben selbst noch Ferien – denn ab 14 kann man als Betreuer mitmachen.