Wo die Jugend mitredet: „Jupa“-Mitglieder aus Weil am Rhein sprechen über ihre Erfahrung

„Unsere Stimmen werden ernst genommen“: Hanxue Wang
Beatrice EhrlichJugendliche für politisches Engagement zu gewinnen, braucht Vorbilder. Drei scheidenden Vorstandsmitglieder, von denen sich zwei wieder zur Wahl aufstellen, zeigten anhand persönlicher Erfahrungsberichte, was ihnen ihre (bisherige) Zeit im Jupa bedeutet.
Die Kassiererin: Zunächst war ihr alles neu, als die Gymnasiastin Hanxue Wang, heute 19, sich 2023 für eine Kandidatur fürs „Jupa“ entschied. Alles war ihr völlig neu, und sie fragte sich, wie man als junge Menschen die Stadt verändern könne.
Jetzt wisse sie es genau, sagte sie. Besonders freut sie sich über die Umsetzung konkreter Vorschläge, die sie einbrachte. Ihr sei die Kasse anvertraut worden, was sie Ordnung und einen sorgfältigen Umgang mit dem Geld anderer gelehrt habe.
Sie habe vor dem Gemeinderat sprechen dürfen, eine großartige Erfahrung: „Da sieht man, wie ernst unsere Stimmen genommen werden“.
Die Veteranin: Rawan Farkouh (18), FSJ-lerin in einem Kindergarten, gehörte bereits dem vorherigen Jugendparlament an und will sich im Oktober ein weiteres Mal wählen lassen. In der nun ablaufenden Amtszeit war sie stellvertretende Vorsitzende des Gremiums.

„Wir sind nicht perfekt und müssen es auch nicht sein“: Rawan Farkouh
Foto: Beatrice EhrlichWährend ihre erste Amtszeit noch von Corona überschattet gewesen sei, gebe es nun viel, auf das sie zurückblicken könne, freut sie sich. Das „Jupa“ schätzt sie vor allem als Ort, um Dinge auszuprobieren – und dabei auch mal Fehler machen zu dürfen. „Auch wenn es mal nicht klappt, das gehört dazu“, sagt sie selbstbewusst.
Das „Küken“: Mit 13 wurde Louise Meintel 2023 ins „Jupa“ gewählt, als es sich konstituierte hatte sie gerade die vorgeschriebene Altersgrenze von 14 Jahren überschritten.

„Ich habe gelernt, wie man in einem Team zusammenarbeitet“: Louise Meintel
Foto: Beatrice EhrlichSie habe viel gelernt, auch in dem verantwortungsvollen Amt als Schriftführerin, das ihr spontan angetragen wurde: wie man in einem Team zusammenarbeitet, wie man sich selbst organisiert, wie man sich Ziele setzt und diese auch erreicht. Darauf sei sie stolz, ebenso auf die gelungene Kommunikation: „Der Austausch mit den Jugendlichen in der Stadt ist uns gar nicht schlecht gelungen“, findet sie.