Weil am Rhein
: Dazugelernt und Flagge verteidigt

Das Zeltlager des CVJM Weil-Haltingen im Hotzenwald ist bei wunderbarem Wetter ein Erfolg gewesen.
Von
Silvia Schneider
Weil Am Rhein
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Im Sommerlager fanden sich schattige und kühlere Plätze zum Erfrischen.

zVg/Simon Schneider

Das „Sommerlager“ fand außer der Reihe in der zweiten Pfingstferienwoche statt. Bei wunderbarem Wetter verbrachten die Kinder und Jugendlichen der Scoutgruppen des CVJM Haltingen eine tolle, spannende und abenteuerliche Woche in Herrischried im Hotzenwald am Guglturm, beschreibt es Silvia Schneider in ihrem Bericht. Auf fast 1000 Metern war die Hitze viel besser auszuhalten als im Tal und so konnten alle das Draußensein besonders genießen. Viele haben sogar im Freien unter dem Sternenhimmel und in Hängematten geschlafen.

Im Mittelpunkt des vielfältigen Programms stand das Erwerben oder Auffrischen der Kenntnisse für verschiedene Abzeichen. Dafür wurden das Werken mit Beil, Säge und Messer sowie das Kochen auf dem offenen Feuer erlernt und geübt, Natur- und Seilkunde studiert. Ein paar Scouts eigneten sich sogar besonderes Wissen in Erster Hilfe an. So konnten am letzten Abend nicht nur neue Halstücher für „frische“ Scoutkinder (schwarz), Juniorleiter (schwarz-grün) und Leiter feierlich vergeben, sondern auch die erworbenen Abzeichen verteilt werden. Aber auch viel Spiel und Spaß auf dem Platz und in der Umgebung standen auf dem Programm: Frühsport, Morgenandachten, Workshops, Bankball, Fußball, Jugger und ein Geländespiel, das dem Gesellschaftsspiel „Zug um Zug“ nachempfunden war, sorgten für viel Bewegung und Freude.

Natürlich müssen aber auch immer alle mit anpacken. In einem rotierenden System ist jeder mal dran beim Holz- und Feuerdienst, beim Spüldienst, Küchen- oder Hygienedienst oder bei der Nachtwache. Letztere ist die beliebteste Aufgabe, denn dann dürfen sogar die Kleinen länger aufbleiben. Und die Nachtwache ist schließlich nötig, da immer mit einem „Überfall“ gerechnet muss, bei dem die Räuber es auf die Flagge abgesehen haben. So schallte dann auch am Mittwochabend der Warnruf der Nachtwache über den Platz und rief Klein und Groß zur Verteidigung des Fahnenmasts auf. Beinahe hätte ein „Räuber“ die Flagge gestohlen aber er wurde doch noch gefangen genommen. Und als auch die anderen „Diebe“, die sich im Wald versteckt hatten, dingfest gemacht waren, klang der Abend in aller Freundschaft gemeinsam mit den „Banditen“ bei Stockbrot und Kuchen gemütlich am Lagerfeuer aus.

Eine ganz besondere Erfahrung war für alle der Ausflug nach Herrischried auf einen Alpakahof, bei dem es viel über Alpakas zu lernen gab. Beispielsweise wurde darüber aufgeklärt, weshalb Alpakawanderungen der Natur dieser Tiere widersprechen. Überaus beeindruckt durften die Scouts sie beobachten und kennenlernen, Fragen stellen und ausprobieren, wie ihr Fleece verarbeitet wird. Beim Gottesdienst, der in der evangelischen Kirche in Herrischried gefeiert werden durfte, wurde allen bewusst, dass Gott für das Geschenk einer solch friedlichen Woche nicht genug zu danken sei.