Von Geisterbahn bis Gaumenfreude: Basel feiert Herbstmesse

Hoch über Basel ein paar Runden drehen: der Jules-Verne-Tower machts möglich.
Rolf Rombach‘Durch Messeglöckner Florian von Bidder um Punkt zwölf Uhr eingeläutet, war der Auftaktnachmittag trotz dunkler Wolken für viele Menschen der Grund, die Innenstadt auf beiden Rheinseiten aufzusuchen. Ob Seife, Gewürze, Kerzen und Kleidung, um nur einiges zu nennen: Auf dem Petersplatz gab es so manche „Druggede“.
Nervenkitzel und Gaumenfreuden
Neben dem zweistöckigen Karussell lockte hier erstmals die „Wiener-Prater-Geisterbahn“, die von einem Freundeskreis erworben und betrieben wird. Einige Meter weiter sticht am Barfüßerplatz das 40 Meter hohe Karussell „Sky Swing“ deutlich heraus. Und es duftet wunderbar nach Leckereien.

Selbst tagsüber ist die Hallenmesse dunkel – perfekt für die Beleuchtungen der dortigen Angebote.
Foto: Rolf RombachWild und hoch geht es traditionell auf dem Kasernenareal zu. Dank der Regenwolken kommen hier die unzähligen Lichteffekte besser zur Geltung als bei Sonnenschein. Auch die Ohren bekommen die volle Dröhnung, versuchen sich die Fahrgeschäfte doch mit ihren Lautsprecherboxen geradezu gegenseitig zu übertönen: eine akustische Rummel-Melange. An der Kaserne fordert ein 80 Meter hoher Freifallturm die Nerven heraus. Hier gibt es eine tolle Aussicht auf den Platz, die Stadt und das Dreiländereck – sofern man sich traut, die Augen zu öffnen. Wie gesagt: 80 Meter! Und wem das nicht auf den Magen schlägt, hat auch hier die Auswahl zwischen Frittiertem, Gegrilltem oder Süßem.
Immer häufiger bargeldlos zur Messe-Attraktion
Immer mehr setzt sich auf der Herbstmesse das bargeldlose Bezahlen durch. Zum Teil werden sogar die Bestellungen und Jeton-Ausgaben inzwischen am Automaten ausgewählt und per Karte oder dem Schweizer Bezahlmodell Twint beglichen. So mancher bemängelt, dass dann etwas fehle: Der Kontakt mit den Schaustellern, von denen manche seit Jahrzehnten zur Herbstmesse gehören wie ihre Attraktionen.
Auswahl für alle Wünsche und Bedürfnisse
In diesem Jahr ist auf dem Messeplatz lediglich ein hohes Fahrgeschäft vertreten: Der 80 Meter hohe Jules-Verne-Tower bringt die Gäste mit zwei Metern pro Sekunde nach oben. Mit bis zu 65 Stundenkilometern dreht sich das Kettenkarussell, das als derzeit höchster mobiler Riesenkettenflieger gilt. Unterdessen befindet sich unweit davon die Verpflegungsmeile, wo chinesische Spezialitäten, Schweizer Raclette und spanische Churros miteinander konkurrieren. Wer für den Freefall-Tower an der Kaserne üben möchte, findet hier auch eine deutlich kleinere Version. Zum Einstieg reichen ja auch acht Meter.

Einmal schleudern bitte: Viele spektakuläre Attraktionen warten auf dem Kasernenareal, begleitet von Bässen und Lichtern.
Foto: Rolf RombachIn der Hallenmesse hat sich das Bild ebenfalls verändert. Waren am Eingang zuletzt immer große Fahrgeschäfte positioniert, ist es in diesem Jahr eine Nummer kleiner.
Im „Super Looping“ gibt es einen Einzelkäfig, mit dem es zwei bis drei Meter in die Höhe geht. Ebenerdig bleibt es wie in den Vorjahren beim Spiegellabyrinth und den schwimmenden Plastikbällen. Kurzum: Die Basler Herbstmesse bietet genug Auswahl für alle Wünsche und Bedürfnisse!