Verkehrssünder werden geblitzt
: Blitzer generiert mehr als eine halbe Million Franken

Ein halbstationärer Blitzer auf der A 2 in Basel hat binnen 16 Tagen mehr als 2000 Autos vor die Linse gekriegt: Insgesamt kamen 525 000 Franken zusammen.
Von
Michael Werndorff
Basel
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Wer in Basel geblitzt wird, muss mit saftigen Bußen rechnen.

Michael Werndorff

Ein halbstationärer Blitzer auf der A2 in Basel hat vom 1. bis zum 16. Juli alle Fahrzeuge in Richtung Deutschland erfasst, die die Verkürzung der Einspurstrecke vor der Schwarzwaldbrücke missachtet haben. Temposünder wurden laut Kantonspolizei Basel-Stadt explizit nicht geahndet. Der Blitzer war im Dauereinsatz: Etwa 2100 Verkehrsteilnehmer haben im besagten Zeitraum die durch digitale Anzeigetafeln markierte Sperrung des Fahrstreifens nicht beachtet. Die Buße beträgt 250 Franken. Damit hat der Blitzer 525 000 Franken in die Kantonskasse gespült.

Stelle ist Unfallschwerpunkt

Beim besagten Abschnitt handle es sich um „eine der wenigen Einfahrten im Schweizer Nationalstraßennetz, bei der der Verkehr von links auf die Stammspur einbiegt“, erklärt Polizeisprecher Stefan Schmitt. Diese Einfahrt gilt seit dem Jahr 2020 als Unfallschwerpunkt. Deshalb sei die Einspurstrecke verkürzt worden, so dass der Fahrstreifenwechsel vor der Kurve stattfindet, wo die Übersicht besser sei, wie die Basler Zeitung jüngst berichtete. Dem Verkehrsunfall-Dashboard des Kantons zufolge kommt es dort häufig zu Blechschäden. So kam es seit 2011 zu insgesamt 226 Auffahrunfällen und 110 Unfällen beim Spurwechsel oder Überholen.