Umwelt in Weil am Rhein
: Einige Bäume und Totholz müssen weg

Die Aufnahme des Baumbestands im Mooswald in Weil am Rhein ist abgeschlossen. Den Bäumen geht es allerdings nicht gut. Alleine 25 Maßnahmen sind dringlich.
Von
red/pm
Weil Am Rhein
Jetzt in der App anhören

Der Baumbestand rund um den Spielplatz im Mooswald bereitet dem Baumkontrolleur sorgen.

Beatrice Ehrlich

Wie steht es um die Bäume rund um den Spielplatz im Mooswald? Dieser Frage ging in den vergangenen Wochen der von der Grünplanungsabteilung der Stadtverwaltung beauftragte Baumkontrolleur nach. Die Antwort: Nicht gut. Sprich: Nach Prüfung des Experten steht fest, dass es in den kommenden Monaten zu mehr als 60 Maßnahmen kommen muss. Überwiegend geht es dabei um das Beseitigen von Totholz. In einigen Fällen kommt es aber auch zu Fällungen.

Bei der Aufnahme des Baumbestandes in diesem viel frequentierten Bereich, der vor allem bei Familien aus dem Quartier beliebt ist, wurde nach den so genannten FLL-Baumkontrollrichtlinien vorgegangen, heißt es in einem Bericht der Stadtverwaltung. Die Richtlinien beinhalten die rechtlichen Grundlagen, geben die allgemeine und methodische Vorgehensweise, eine Dokumentation, fachliche Grundlagen, Kontrollintervalle, Defektsymptome, Zusatzkontrollen sowie Informationen zur Baumuntersuchungen vor. Die Einhaltung der FLL-Baumkontrollrichtlinien ist ein wichtiger Beitrag zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit im öffentlichen Raum.

„Im Bereich des Mooswald-Spielplatzes schlagen demnach 25 als dringlich deklarierte Maßnahmen zu Buche, die größtenteils der raschen Beseitigung von Totholz dienen“, ist der Pressemitteilung zu entnehmen. Äste etwa, die über Gehwege hängen. Daneben braucht es aber auch zwei Kroneneinkürzungen aufgrund so genannter Druckzwiesel (ungünstige Verzweigungen von Stämmen) und fünf Baumfällungen, die vorwiegend abgestorbene Exemplare treffen. Diese Arbeiten müssen innerhalb der kommenden sechs Wochen durchgeführt werden.

Bei einer Maßnahme, die unter die Rubrik „sofort“ fällt, handelte es sich um Totholz, das über die Straße ragte und somit eine echte Gefahrenquelle darstellte. Die betroffene Hainbuche wies eine Krankheit auf, so dass der betroffene Baum nicht erhalten werden konnte. Diese Maßnahme wurde vom eingesetzten Baumkletterer bereits Ende der vergangenen Woche durchgeführt.

Großer Handlungsbedarf

„Wir haben für diese notwendigen Maßnahmen gewisse Abstufungen und damit auch Zeitfenster bis wann diese erledigt werden müssen. Diese werden uns von unserem Baumkontrolleur auf Basis der FLL Richtlinien vorgegeben“, erklärt Stephan Fischer von der Grünplanungsabteilung. Sie hat die Baumpflege nach der Empfehlung und des eindringlichen Wunsches des Gemeinderats im Bereich des Mooswaldes vom Forst übernommen, nachdem dieser bereits großen Handlungsbedarf sah.

36 wichtige Maßnahmen

Bei der jüngsten Aufnahme des Baumbestand wurden des Weiteren 36 Maßnahmen als „wichtig“ deklariert, deren Umsetzung in den kommenden sechs Monaten erfolgen soll. Diese Maßnahmen und die konzeptionelle Begleitung durch die Grünplanungsabteilung werden gleich nach der Sommerpause Inhalt einer Präsentation im Gemeinderat sein“, erklärt Oberbürgermeisterin Diana Stöcker.

„Wir wollen die Öffentlichkeit nach den Erfahrungen der Vergangenheit von Beginn an mitnehmen und transparent erläutern, warum welche Maßnahmen notwendig sind. Klar ist aber auch, dass unverzügliche und dringende Maßnahmen aufgrund der Verkehrssicherheit direkt umgesetzt werden müssen“, macht Stöcker klar.