Umbau in Hertingen
: Kernstück im „Haus der Vereine“ ist ein Versammlungsraum

Die Räume für die Vereine im Hertinger Feuerwehrgerätehaus sind fast fertig.
Von
Jutta Schütz
Bad Bellingen
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Bürger und Gemeinderäte besichtigten die neu ausgebauten Räume im Hertinger Feuerwehrgerätehaus. Das Kernstück ist der große Versammlungsraum.

Jutta Schütz

Das sogenannte Haus der Vereine konnte im Anschluss an die Ortsbegehung am Montagabend (wir berichten noch) besichtigt werden. Viele neugierige Bürger und auch einige Gemeinderäte nahmen das Angebot an. Durch die Räume führte der Hertinger Abteilungskommandant Max Fredrich.

Vereine sind willkommen

Es werde noch auf letzte Einweisungen gewartet, gerade in Bezug auf technische Details, „aber der Großteil der Arbeiten ist fertig“, sagte Fredrich. Das Kernstück der Umbauten im zweiten Stock ist der große Versammlungsraum, den vor allem die Feuerwehr Hertingen und der MSC Rebland nutzen werden.

Aber auch andere Vereine wären willkommen, der Raum könnte auch für kleinere Feiern genutzt werden. Es wurde eine Zwischendecke entfernt, und ein langer Querbalken auf alte Scheunenbalken aufgesetzt.

Teile des historischen Gebälks liegen jetzt frei. Gauben mit Fenstern wurden in der großen Dachfläche geschaffen und auch Dachfenster eingebaut. Auf dem Dach selbst sind Photovoltaik-Elemente installiert worden.

Gerätehaus ist im Notfall ein Anlaufpunkt für die Bürger

Die Möblierung im Versammlungsraum, mit Tischen und 40 Stühlen, ist dieselbe wie in der Bamlacher Halle. An der Kopfwand steht ein großer Bildschirm, Sound- und Bildtechnik sind nagelneu. Der Boden wurde mit robustem Vinyl belegt. Von dem großen Raum aus führt eine Treppe zu Vereins-Büros und dem Technikraum. „Im Notfall ist das Feuerwehrgerätehaus ein Anlaufpunkt für die Bürger“, erläuterte Fredrich. „Wir können hier selbst Strom erzeugen und wenn Telefon und Mobilfunk ausfallen, können wir hier immer noch funken.“ Die komplett modernisierte Küche, die früher ein sehr kleiner Versammlungsraum war, kann nun rein als solche genutzt werden.

Die Mauern des alten Gebäudes wurden gedämmt, eine neue Heizung wurde eingebaut. „Die Dämmung ist nun so gut, dass es erst zum Ende der jüngsten Hitzewelle im Gebäude warm wurde. Und in dem Raum im Untergeschoss, in dem unsere Feuerwehreinsatzkleidung hängt, ist es nun auch angenehm trocken, auch im Winter. Vorher war unsere Kleidung, wenn es sehr kalt draußen war, oft klamm“, berichtete Fredrich.

Komplett modernisiert sind nun auch die Toilettenanlagen, dazu die Zwischenflure. Ein Putzraum wird noch ausgebaut. Im Erdgeschoss befindet sich ein weiterer kleinerer Technikraum mit Bildschirm – über diesen kann nicht nur der Wetterbericht, sondern ebenso der Standort von Feuerwehrfahrzeugen abgerufen werden. Auch ein Plan aller Hydranten in der Gemeinde kann auf den Bildschirm projiziert werden.

Lob von Bürgern und Räten

Ursprünglich waren für den Umbau von zu klein gewordenen und bisher nicht genutzten Flächen in der großen Scheune, in der die Abteilung untergebracht ist, einmal 560 000 Euro angesetzt gewesen. Davon stammten 164 000 Euro aus Mitteln der ELR-Förderung. Endgültig abgerechnet sind die Endkosten noch nicht, denn noch ist nicht alles fertig.

Der Treppenlift an der Außentreppe, die auch ein Notausgang ist, ist noch nicht angeschlossen. Im Technikraum und im Flur davor fehlt noch ein Teil des Bodenbelags. Viele Arbeiten wurden nicht nur von Firmen, sondern auch von Mitgliedern der Feuerwehr und des MSC geleistet. So wurde zum Beispiel der Aufgang zur neuen Außentreppe mit einer Rampe aufgepflastert. Ein Fahrradständer ist montiert worden.

Von Bürgern und Räten gab es viel Lob.