Tiere
: Gorilla-Baby in Basel von Vater totgebissen

Der Gorilla-Vater Yeba tötet sein Baby - und verletzt ein weiteres Tier tödlich. Was der Zoo zu solchem Verhalten sagt.
Von
dpa
Basel
Jetzt in der App anhören

Das vier Tage alte Gorilla-Baby überlebte den Biss seines Vaters nicht.

---/Zoo Basel/dpa
  • Gorilla-Vater Yeba biss sein vier Tage altes Baby in Basel tödlich, so der Zoo.
  • Mutter Joas trägt das tote Jungtier weiter bei sich – der Zoo greift nicht ein.
  • Am selben Tag verletzte Yeba Mobali schwer; das 11-jährige Männchen wurde eingeschläfert.
  • Der Zoo spricht von einem unbeabsichtigten Biss bei Rangeleien zwischen Yeba und Joas.
  • Töten von Jungtieren in Gorillagruppen sei nicht ungewöhnlich, Experten sind eingebunden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein vier Tage altes Gorilla-Baby ist im Zoo Basel nach einem Biss durch seinen eigenen Vater gestorben. Die Mutter Joas (37) nahm das tote Jungtier an sich und trägt es nun weiter bei sich, wie Sprecher Stefan Leimer sagt. Das komme bei Gorillas über Tage oder sogar Wochen vor. Der Zoo werde in dieses natürliche Verhalten nicht eingreifen. Das Affenhaus sei weiter geöffnet und Joas könne sich mit dem toten Baby sowohl im Innen- als auch Außengehege bewegen.

Der Vater Yeba (14) hatte am selben Tag bereits das Männchen Mobali (11) durch einen Biss so verletzt, dass es eingeschläfert werden musste.

Tödlicher Biss bei Rangeleien

Im Fall des Babys sei es ein „unbeabsichtigter Biss“ in den Brustkorb gewesen, so der Zoo. Die Mutter habe das Junge seit der Geburt eng am Körper getragen, doch habe Vater Yeba es am Dienstag an sich genommen und Joas nicht mehr in seine Nähe gelassen. Bei Rangeleien zwischen den beiden sei es zu dem tödlichen Biss gekommen. 

Es war der erste Nachwuchs für Yeba, das fünfte Junge für Joas. Yeba war erst im Oktober aus einem Zoo in Frankreich nach Basel gekommen.

Schwabo7 am Morgen
Montag - Sonntag um 7.00 Uhr
Starten Sie Montag bis Sonntag mit den wichtigsten Nachrichten des Tages kompakt zusammengefasst in den Tag.

Zoo: Töten von Jungtieren nicht ungewöhnlich

Nach Angaben des Zoos ist das Töten von Jungtieren bei Gorillas durch Artgenossen nicht ungewöhnlich. „Die Ursachen dafür können vielfältig sein und stehen unter anderem im Zusammenhang mit der komplexen sozialen Struktur innerhalb von Gorillagruppen“, teilt er mit. „Der Zoo Basel beobachtet die Dynamik innerhalb der Gruppe weiterhin aufmerksam und steht im Austausch mit Expertinnen und Experten“, fügt Leimer hinzu.