Theater in Steinen
: „Handyfrust“ sorgt für viel Heiterkeit

Das Gastspiel der Theatergruppe aus Egringen begeisterte die Besucher in der Hüsinger Halle.
Von
Vera Winter
Steinen
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Castingfrau Beate Lichtlein (Beate Züffle, 3. v.r.) brache bei der Aufführung Licht in die heiteren Verwirrungen.

Vera Winter

Es gab wieder viel zu lachen in der Hüsinger Gemeindehalle. Der Verein Miteinander-Füreinander Hüsingen (MFH) hatte die Theatergruppe der Trachten- und Volkstanzgruppe Egringen nun zum dritten Mal zu sich eingeladen. Die Schriftführerin des MFH, Sabine Sutter-Wöppel, freute sich über die voll besetzte Halle.

Martin Heizmann von der Theatergruppe grüßte vorsorglich im Strahlenanzug: der Funkmast auf der Bühne und das Strahlen des Publikums machten ihn vorsichtig. Vor voll besetzter Halle führte die neunköpfige Gruppe die Komödie „Handylust und Handyfrust“ auf. Jeder hatte die Hauptrolle inne, doch Magd Liesel (Ronja Wenk) hatte die Sympathien und auch die Lacher auf ihrer Seite. War sie es doch, die ein Durcheinander hervorbrachte, für das sie aber überhaupt nichts konnte. Und das mit charmanter Naivität, Frechheit und Tollpatschigkeit.

Turbulente Irrungen und Wirrungen

Knecht Josef (Martin Heizmann), der ein Auge auf sie geworfen hatte, wollte sie eifersüchtig machen, indem er im Namen von Bauernsohn Lukas (Luca Kunzweiler) die Sendung „Bauer sucht Frau“ auf den Hof holte. Nichtsahnend, dass Bauer Alois Krügel (Hubert Heller) die Sendung „Zurück ins sechzehnte Jahrhundert“ engagierte. Er wollte endlich den „neumodischen Kram“ loswerden. Vor allem hasste er Handys, deren Funkstrahlen womöglich das neugeborene Kälbchen von Kuh „Flecky“ verzaubert hatte, so dass es „eineinhalbmal“ zur Welt kam. Sogar die Schwiegermutter (Marianne Fischer) interessierte sich für die moderne Technik. Indessen hatte Tochter Sonja (Lena Riegert) im Internet den jungen Mann Daniel (Michael Schmidt) gefunden, der glaubte, die Magd sei seine Bekanntschaft.

Ein bisschen aufpassen musste das Publikum schon, um all den Verwirrungen und dem Chaos folgen zu können. Als dann plötzlich Strom und Wasser ausfielen und alle Schlüssel des Fuhrparks eingesammelt waren, gab es Ärger: Melken von Hand, Trockenrasur, Heuen, kein Telefon, um den Tierarzt zu rufen, der Kuchen ohne Backofen gelang auch nicht.

Bissige Sprüche sorgen für zahlreiche Lacher

Zahlreiche Sprüche sorgten für Heiterkeit, etwa dieser: „De Chnächt findet Stromspare cool, er streikt und liegt im Liegestuhl“ oder „Der Unterschied zwische Hund und Maa? De Hund versaut numme de Teppich, de Ma s’ganz Läbe“. Lange anhaltender Applaus belohnte nach vielen Lachern und Zwischenapplaus die tolle Aufführung. Souffleusen waren Ilse Heller und Doris Bosshart. Nach der finalen Verbeugung veranlasste Regisseurin Sonja Müller das Publikum zum Mittanzen, und mit dem Ohrwurm „Wir haben oben gute Laune, unten gute Laune“ klang die Veranstaltung aus.