Tempus fugit Weil am Rhein
: Wenn Kunst aneckt und Fragen stellt

Die Meinungen über Kunst gehen weit auseinander. Auch im Theaterstück „O.T. Öl auf Holzspan, um 2026“, das die Gruppe Weil am Rhein von Tempus fugit im April zeigt.
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(red/pm)
Weil Am Rhein
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Das Ensemble des Erwachsenentheaters Weil am Rhein von Tempus fugit bei den Proben zum Stück „O.T. Öl auf Holzspan, um 2026“.

Sabrina Lössl

„Kunst darf nicht die Politik ärgern, manipulieren oder gar zu konventionell sein“, sagen die einen. Die anderen erwidern: Kunst „kann und muss das Eis in uns brechen, uns berühren – ja, uns sogar in den Arsch treten“, heißt es in der Ankündigung.

Die Meinungen über Kunst gehen beim Theaterstück „O.T. Öl auf Holzspan, um 2026“, das die Gruppe Weil am Rhein des Theaters Tempus fugit am Donnerstag und Freitag, 23. und 24. April, im Kulturzentrum Kesselhaus zeigt, weit auseinander. Sie sind so unterschiedlich wie die Ansichten der Spieler und Spielerinnen. Einen gemeinsamen Nenner, einen einheitlichen Kunstbegriff gibt es nicht, heißt es weiter.

„Das ist auch gut so“, wird Regisseurin Sabrina Lössl in der Mitteilung zitiert. Bei diesem Thema will sie sich nicht festlegen. Sie geht sogar so weit zu sagen: „Wir machen keine Kunst – vielleicht gibt es gar keine Kunst.“ Doch eigentlich wolle sie im Vorfeld nicht zu viel verraten. Vielmehr ist es ihr wichtig, dass das Publikum nach dem Stück ins Gespräch kommt, nachdenkt, diskutiert und debattiert.

In „O.T. Öl auf Holzspan, um 2026“ geht es um Absurdes, Widersprüchliches und Abgründiges – und um die eigene Wahrnehmung. Ein klassisches Bühnenbild gibt es nicht: Alles ist in Weiß gehalten. Drei Stühle und eine Plane, die von zwei Stativen gehalten wird, sollen ausreichen, heißt es weiter.

Frage: Was treibt uns eigentlich zum Theaterspielen?

Inspiriert wurde Sabrina Lössl zu dieser Eigenproduktion von der Kunst-Geisterbahn von Rebecca Moss und Augustin Rebetez, die im Vorjahr vom 22. Mai (Tinguelys Geburtstag) bis 30. August (Tinguelys Todestag) im Solitüde Park vor dem Museum Tinguely zu sehen war. Nach dem Ende der Spielzeit hat sie diese gemeinsam mit ihrer Gruppe vom Theater Tempus fugit besucht.

Gemeinsam haben sich Regisseurin und die Weiler Theatergruppe von Tempus fugit gefragt: Was treibt uns eigentlich zum Theaterspielen? Warum tun wir als Amateure so, als würden wir Kunst machen? Was bedeutet es, wenn Kunst eingeschränkt oder kaputtgespart wird? Zugleich will Lössl auf die zunehmende Kunst- und Kulturlosigkeit unserer Zeit aufmerksam machen.

Termine: Donnerstag und Freitag, 23. und 24. April, 19. 30 Uhr, Kulturzentrum Kesselhaus, Weil am Rhein; Samstag, 25. April, 19.30 Uhr, Kulturzentrum Kesselhaus; Donnerstag, 30. April, 19.30 Uhr, Bürgersaal Rheinfelden

Termine

OT. Öl auf Holzspan, um 2026
23./24. April: 19. 30 Uhr, Kulturzentrum Kesselhaus, Weil am Rhein; 25. April: 19.30 Uhr, Kulturzentrum Kesselhaus, Weil am Rhein; 30. April: 19.30 Uhr, Bürgersaal Rheinfelden