Stromanbieter in Lörrach
: EG Hauingen so erfolgreich wie nie

Die Elektrizitätsgenossenschaft Hauingen hat die Rekordsumme von 110.600 Euro in ihr Stromnetz investiert und trotzdem einen hohen Gewinn erzielt. Sie warnt zugleich vor Leuten, die an der Haustür Stromverträge abschließen wollen.
Von
red/pz
Lörrach
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Stehen für den Erfolg der EGH: von links Aufsichtsratsvorsitzender Ralf Matje, zweiter Vorstand Günter Schlecht, der wiedergewählte Aufsichtsrat Florian Panzer und der erste Vorstand Ramon Weltin.

Stehen für den Erfolg der EGH: von links Aufsichtsratsvorsitzender Ralf Matje, zweiter Vorstand Günter Schlecht, der wiedergewählte Aufsichtsrat Florian Panzer und der erste Vorstand Ramon Weltin.

Elektrizitätsgenossenschaft Hauingen
  • EGH investierte rund 110.600 Euro ins Hauinger Stromnetz – finanziert aus Eigenkapital.
  • Strompreis bleibt bei 29,99 bzw. 29,33 Cent/kWh und zählt zu den günstigsten Angeboten.
  • Bilanzsumme stieg auf etwa 1,11 Mio. Euro, Umsatzerlöse auf fast 224.660 Euro.
  • Jahresüberschuss lag bei rund 69.000 Euro, Dividende auf Geschäftsanteile: fünf Prozent.
  • Warnung vor Haustürabschlüssen: Zählernummer nicht herausgeben, Lieferantenwechsel möglich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In den vergangenen Monaten hätten in Hauingen vermehrt Vertriebsmitarbeiter an den Haustüren geklingelt, um angeblich besonders günstige Stromtarife anzubieten. „Ich möchte eindringlich davor warnen, solche Verträge spontan an der Haustür abzuschließen. Geben Sie niemals Ihre Zählernummer heraus, weder an der Haustür noch am Telefon. Mit dieser Nummer kann ein Lieferantenwechsel eingeleitet werden“, sagte Ramon Weltin, erster Vorstand der Elektrizitätsgenossenschaft Hauingen (EGH), in der Jahreshauptversammlung. Einige seien an der Haustür zu solchen Verträgen überredet worden, und mussten hinterher feststellen, dass die neuen Tarife teurer waren als die alten, sagte Weltin.

Investition in das Stromnetz

Im Jahr 2025 hat die EGH die Rekordsumme, wie Ramon Weltin sagte, von rund 110.600 Euro in das der Genossenschaft gehörende Stromnetz in Hauingen investiert. Die Station in der Mattenstraße wurde umgebaut, in der Rechbergstraße wurden Kabelverteilerschränke erneuert, außerdem wurden Vorabanschlüsse für Neubauten hergestellt. Alle Maßnahmen wurden vollständig aus dem Eigenkapital der EGH finanziert, betonte Weltin. Die Zusammenarbeit mit Naturenergie Netze bezeichnete er als sehr erfolgreich. Sie trage wesentlich zur positiven wirtschaftlichen Entwicklung bei. Auch die Geschäftsstelle im Rathaus wurde renoviert. Die Holzversteigerung, Veranstaltungen der Buurefasnacht, den Hauinger Fußballverein und weitere Ereignisse hat die EGH unterstützt.

Strompreis bleibt unverändert

Der Strompreis von 29,99 Cent oder 29,33 Cent pro Kilowattstunde bleibt unverändert und zählt zu den günstigsten Angeboten am Markt, sagte Ramon Weltin. Dennoch war das Jahr 2025 für die EGH wirtschaftlich sehr erfolgreich. Die Bilanzsumme ist über die Millionengrenze gestiegen und beträgt rund 1,11 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse stiegen deutlich auf fast 224.660 Euro. Der Jahresüberschuss stieg im Vergleich zum Vorjahr erheblich auf rund 69.000 Euro.

Aufgrund dessen beschloss die Versammlung auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende auf die Geschäftsanteile von fünf Prozent. Das sei jedoch Ausdruck des sehr guten Jahresergebnisses und kein Anspruch auf die Zukunft, stellte Weltin klar.

Vermögen hat sich erhöht

Der Aufsichtsratsvorsitzende Ralf Matje bescheinigte dem Vorstand eine gute Arbeit. Trotz hoher Investitionen hat sich das Vermögen, das vor allem aus technischen Anlagen besteht, erhöht. Auch die Rücklagen sind gestiegen. Der zweite EGH-Vorstand und Ortsvorsteher Günter Schlecht lobt die Arbeit von Vorstand Ramon Weltin, der dieses Amt seit drei Jahren innehat. „Die EGH hatte nie ein so erfolgreiches Jahr“, sagte Schlecht. Auch die Verpachtung des Stromnetzes der EGH an Naturenergie Netze vor zehn Jahren sei eine gute Entscheidung gewesen. Dass die Elektrizitätswerke Schönau ihr Netz jetzt ebenfalls verpachtet haben, habe ihn in dieser Entscheidung bestätigt, sagte Schlecht. Aufsichtsratsmitglied Florian Panzer wurde in der Versammlung einstimmig wiedergewählt.

Nachdem der regionale Stromversorger Anfang des 20. Jahrhunderts in Hauingen kein Stromnetz finanzieren wollte, nahmen die Hauinger die Sache selbst in die Hand und gründeten 1912 die EGH. Deren genossenschaftlicher Gedanke von Mitbestimmung und Gleichbehandlung prägt die EGH bis heute, und die Einnahmen bleiben vollständig in Hauingen, sagte Ramon Weltin.

Energieberatung durch Naturenergie bei der EGH zu Themen wie Heizung, Gebäudedämmung, Solartechnik etc. am Montag, 20. Juli, und Donnerstag, 23. Juli. www.egh-hauingen.de/kontakt