Stimmenfestival in Lörrach
: Hitze beim Konzert? Was getan wird

Sollte sich die Hitze vor der Festivalbühne auf dem Lörracher Alten Markt stauen, ist ausreichend Trinken angesagt. Wie sorgen die Stimmen-Macher vor? Es gibt Neues.
Von
Gabriele Hauger
Lörrach
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Es soll heiß werden vor der Stimmen-Bühne.

Meller

Angenehme 23 Grad – so sieht es im Moment aus. Doch wie drückend die Hitze gerade auch in der Lörracher Innenstadt sein kann, war gerade erst zu erleben. Klimaanpassungen werden allerorten diskutiert. Auch die Festivalleitung hat sich diesbezüglich Gedanken gemacht.

Stimmen ist nicht Wacken. Und die Konzerte mit potenziell mehreren Tausend Besuchern zwischen dem 16. und dem 20. Juli mit James Bay, Zaz, The Beach Boys, Bap und Faithless finden allesamt erst ab 20 Uhr statt, wenn die größte Hitze vorbei ist. Allerdings: Die aktuellen Prognosen sprechen an den Festivaltagen von Temperaturen weit über 30 Grad.

Immer mal wieder kam es auch bei den Marktplatzkonzerten vor, dass gerade in dicht gedrängten Fan-Pulks vorne an der Bühne Zuschauer mit Kreislaufschwäche zu kämpfen hatten.

Trinkwasserbrunnen

Das Thema Hitze treibt daher auch die Stimmen-Organisatoren um. Sie haben eigeninitiativ den Stimmen-Sponsor Badenova angefragt, einen Trinkwasserbrunnen aufzustellen. Dieser steht nun vor dem „Alt Stazione“ – ein erstmaliges Angebot beim Festival. Er muss noch ans Wassernetz angeschlossen werden und soll so funktionieren, dass Besucher mit oder ohne Behälter ihren Durst löschen können.

Keine Flaschen aufs Areal

Da keine Flaschen aufs Festivalgelände mitgebracht werden dürfen, bestehe die Möglichkeit, sich an den Gastroständen einen Becher gegen Pfand zu leihen und diesen zu verwenden, erläutert Pressesprecher Ingmar Lorenz auf Nachfrage. Die Gastro-Betriebe würden dieses reine Durstlöscher-Angebot sicherlich nicht als Konkurrenz zum Geschäft verstehen.

Wichtig: viel trinken

Foto: Pixabay

Wie ist es beim Sommersound?

In Schopfheim hatte ein Lokalpolitiker gefordert, dass für das dortige Sommersound-Festival mitgebrachte Flaschen auf dem Platz mit Wasser aufgefüllt werden können. Denn wichtigstes vorbeugendes Mittel gegen Kreislaufprobleme sei es, ausreichend zu trinken. Da aber keinerlei Getränke mit aufs Gelände gebracht werden dürfen, könnte sich so mancher Konzertbesucher beim Wassertrinken zurückhalten – aus Kostengründen, so die Bedenken aus Schopfheim. Vom Sommersound-Veranstalter wurde dergleichen indes abgelehnt – anders in Lörrach.

Auch sonst will sich das Festival wie gewohnt für Eventualitäten wappnen. „Wir haben verteilt auf dem Festivalgelände Rot-Kreuz-Helfer vor Ort“, erklärt Lorenz auf Anfrage.

DRK vor Ort

Diese kümmern sich um Notfälle: vom Schwindel bis zum Wespenstich. Und sie haben natürlich ausreichend Wasser parat. Je nach der Menge der erwarteten Konzertbesucher sind neun bis 17 Personen seitens des DRK mit ein bis zwei festen Standorten auf dem Gelände. Streifen sind immer unterwegs.

Ein Trinkbrunnen kommt.

Foto: Pixabay

Es sei schon erstaunlich, wie sich die Wahrnehmung in puncto Wetter verschiebe, sagt Lorenz. Hätten die Festivalveranstalter früher ausschließlich schlechtes Regenwetter gefürchtet, sei das Thema Hitze inzwischen in den Fokus gerückt.

Wie aber ist es eigentlich für die Künstler, bei über 30 Grad von Scheinwerfern angestrahlt liefern zu müssen? Immerhin ist beispielsweise Carlos Santana vor drei Jahren während eines Konzerts in Michigan zu Boden gegangen. Dem Musiker machten Dehydrierung und Hitze zu schaffen. Das sollte in Lörrach natürlich nicht passieren.