Stimmen-Festival in Lörrach
: Schweizer Sagen und Wagner-Lieder in der Kirche

Mit zwei hochklassigen Konzertformaten bespielt das Stimmen-Festival in diesem Jahr die Christuskirche.
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(red/pm)
Lörrach
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Das Trio Buechi/Hellmüller/Jerjen bringt das Projekt „pink mountain saga“ auf die Bühne.

zVg

Am Samstag, 20. Juni, 19 Uhr, bringt das Trio Buechi/Hellmüller/Jerjen gemeinsam mit Gästen das Projekt „pink mountain sagas“ auf die Bühne, während sich die Sängerin Gerda Iguchi am Freitag, 10. Juli, 19 Uhr, Liedern von Richard Wagner auf völlig neue Art und Weise annähert.

Sarah Buechi hat in Bangalore, Dublin, New York und London gelebt, unterschiedliche musikalische Sprachen studiert und daraus einen Stil entwickelt, der sich konsequent jeder Schublade entzieht, heißt es in der Ankündigung. Jazz, Songwriting, globale Einflüsse. Alles ist da. Mit ihrem Trio Buechi/Hellmüller/Jerjen und dem Projekt „pink mountain sagas“ geht sie noch einen Schritt weiter. Ausgangspunkt sind Sagen aus ihrer Schweizer Heimat, aufgeladen mit Bildern von Landschaft, Erinnerung und inneren Konflikten, heißt es in der Ankündigung.

Daraus entsteht kein folkloristischer Rückblick, sondern eine klangliche Neuverhandlung von Tradition. Die Besetzung ist bewusst gewählt: Gitarre und Bass tragen und öffnen den Raum, dazu kommen Schwyzerörgeli und Geige als prägende Stimmen einer jungen, experimentellen Volksmusik.

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In diese Struktur mischen sich Anklänge, die an Buechis internationale Jahre erinnern. Ein leiser, aber spürbarer Dialog zwischen Herkunft und Erfahrung, heißt es.

„Wesendonck Synthetisch“ zeigt Richard Wagners berühmte Lieder aus einem völlig neuen Blickwinkel. Die deutsch-japanische Mezzosopranistin Gerda Iguchi nähert sich dem Zyklus nicht als abgeschlossenem Werk, sondern als Material mit starkem Bezug zur Gegenwart. Sie verbindet die Gesangslinien mit elektronischen Synth- und Ambient-Klängen und öffnet damit einen neuen Hörraum. Die Texte der Schriftstellerin und Wagner-Muse Mathilde Wesendonck bleiben dabei das zentrale Element, gewinnen aber eine andere, fast schwebende Zeitlichkeit. Das Konzert geht über das reine Hören hinaus. Gezielt eingesetzte Düfte, die durch Räucherwerk entstehen, erweitern den Raum zu einer vielschichtigen Erfahrung. Klang, Bild und Atmosphäre greifen ineinander und lassen die Lieder in einem neuen Licht erscheinen. Zwischen Intimität und Experiment entsteht ein Zugang, der Wagner neu erfahrbar macht.