Steinbruch Kapf: Abbruch des Kalksteins in Istein geht planmäßig voran

Wanderer erhalten teils spektakuläre Einblicke in den den aktiven Teil des Steinbruchs
Siegfried FeuchterDer Kalksteinabbau in Istein und nächster Umgebung hat Tradition und lässt sich bis ins Jahr 1797 zurückverfolgen. Pro Jahr gewinnt das Isteiner Werk des Unternehmens Lhoist im Steinbruch Kapf, der 1982 neu erschlossen wurde, rund 650 000 Tonnen Rohmaterial.
Daraus werden in den Öfen des Kalkwerks jährlich rund 15 000 Tonnen Branntkalk produziert. Durch dieses Abbaugebiet sei die Rohstoffversorgung des Isteiner Werks noch für die nächsten Jahrzehnte gesichert.
Außerdem bereitet das Werk jährlich rund 170 000 Tonnen ungebrannte Kalksteinprodukte auf, wie Lhoist auf Informationstafeln am Rande des Abbaugebiets „Kalkgraben“ informiert und feststellt: „Die Abbauplanung nimmt Rücksicht auf die Menschen der umliegenden Ortschaften, damit die unvermeidbaren Belastungen durch Staub, Lärm und Erschütterungen so gering wie möglich gehalten werden.
Der Wald an den Rändern des Steinbruchs bleibt erhalten. Dort wird der anstehende Kalkstein nicht abgebaut.“
Ehemalige Abbaugebiete rekultivieren
Neben den wirtschaftlichen Aspekten legt das Unternehmen eigenen Angaben zufolge auch Wert auf die Belange der Umwelt und der Bevölkerung. Entsprechende Maßnahmen würden konsequent umgesetzt.
Dazu gehöre auch die Rekultivierung der ehemaligen Abbaugebiete. Ein etwa drei Kilometer langer Erlebnisweg Steinbruch Kapf führt durch die ehemaligen und bereits rekultivierten Abbaugebiete I und II. Dabei erhalten Wanderer einen spektakulären Einblick in den aktiven Teil des Steinbruchs.