Stadtentwicklung in Neuenburg
: Die Bürger sollen beteiligt werden

Mit einem neuen Stadtentwicklungskonzept will Neuenburg die Voraussetzungen schaffen, um Fördermöglichkeiten für neue Sanierungsgebiete sicherzustellen.
Von
Volker Münch
Neünburg
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In Neuenburg soll ein neues Stadtentwicklungskonzept erarbeitet werden.

Volker Münch

Wie effizient ein Stadtentwicklungskonzept (GEK) für die Zähringerstadt sein kann, zeigte das bisherige Konzept mit dem Titel „Neuenburg am Rhein 2025 – Eine Stadt geht zum Rhein“. Mit der Weiterentwicklung der Infrastruktur in der Innenstadt, dann vom Hochgestade der Innenstadt über den Wuhrlochpark, unter der Autobahn durch und mit der Gestaltung der Rheingärten, wo die Landesgartenschau stattgefunden hat, sei das bisherige Konzept laut Stadtverwaltung als „ein voller Erfolg“ verbucht worden.

Was damals noch als freiwilliges Planungsinstrument genutzt worden sei, ist laut Verwaltung eine verpflichtende Voraussetzung, um Landesfördermittel für neue Sanierungsgebiete zu erhalten. Deshalb habe man gemeinsam mit dem Ingenieurbüro FSP Stadtplanung und dem Kommunikationswissenschaftler Thomas Uhlendahl den Entwicklungsprozess für das GEK bereits vor Monaten angestoßen.

Uhlendahl erläuterte nun im Gemeinderat die weitere Vorgehensweise. Er rekapitulierte nochmals die Grundsätze eines GEK und betonte, wie entscheidend die Beteiligungen der Bürger und der Jugend für die erfolgreiche Aufstellung eines solchen Konzepts seien.

Aus diesem gesamtörtlichen Entwicklungskonzept werde dann ein gebietsbezogenes integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (Isek) abgeleitet, das Ziele und Maßnahmen zur Problembewältigung im angestrebten Fördergebiet konkretisieren soll. „Das GEK reiht sich zwischen den Planungsebenen Flächennutzungsplan und den konkreten Bebauungsplänen ein“, erklärte Uhlendahl.

GEK als Richtschnur

Doch was kann ein solches GEK leisten? Es ist laut Uhlendahl Richtschnur für die Stadtentwicklung, es soll Transparenz gegenüber städtischen Entscheidungen erzeugen, die erarbeiteten Projektideen mit Blick auf die Umsetzung priorisiere und Auslöser für weiterführende Konzepte und bürgerschaftliches Engagement sein.

Kernaufgabe ist nach den Worten des Fachmanns die Schaffung der notwendigen Grundlage für die angestrebte Städtebauförderung.

Inhaltlich bestimmen verschiedene Handlungsfelder das GEK. Dazu gehören beispielsweise Natur- und Klimaschutz, Vereine und das soziale Umfeld, generationenübergreifende Themen wie Bildungs- und Betreuungseinrichtungen, Jugendtreffs und vieles mehr. Handlungsfelder sind auch Themen wie Wohnen, Mobilität in allen Formen und die Infrastruktur.

Zukunftswerkstatt im Oktober geplant

Noch müssen zahlreiche Aufgaben und Termine erledigt werden, bevor das GEK im kommenden Jahr abgeschlossen werden kann. Uhlendahl stellte dazu einen Zeitplan vor: Die nächste Etappe ist die Beteiligung der Jugend über den Jugendrat am 7. Oktober, wenige Tage später, am 25. Oktober, ist eine öffentliche Zukunftswerkstatt für die Ortsteile und am 15. November ein öffentlicher Themenworkshop für die Bürger der Gesamtstadt vorgesehen. Im kommenden Jahr beschäftigt sich der Gemeinderat in einem Workshop mit dem Thema, bevor das Projekt zum Abschluss kommt.

Wie die Menschen in der Stadt konkret einbezogen werden, zeigte Uhlendahl am Beteiligungskonzept auf. Die Jugendlichen, sagte der Fachmann, werden neben dem gesonderten Jugendtermin auch zu der Zukunftswerkstatt und zum Themenworkshop eingeladen.

Auch die Ortsteile betrachten

Die erwachsenen Teilnehmer bei diesen beiden Veranstaltungen setzen sich aus einem Drittel interessierter Bürger, aus einem Drittel zufällig ausgewählter Vertreter der Bürgerschaft und aus einem Drittel Vereinsvertreter zusammen. Ganz wichtig ist für Bürgermeister Jens Fondy-Langela, die gesamte Stadt, also auch die Ortsteile, zu betrachten.

Gemeinderat stimmt zu

Am Ende votierte der Gemeinderat einstimmig dafür, die Entwicklung dieses Stadtentwicklungskonzepts weiterzuführen.

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