Schwimmen der Hunde: Erfolgreicher Abschluss mit 400 Pfoten in Grenzach-Wyhlen

Die Hunde fühlten sich im Becken pudelwohl.
Rolf RombachMal abgesehen vom städtischen Haushalt sorgt das Grenzacher Freibad seit über 60 Jahren für viel Freude. Nach der Premiere im vergangenen Jahr durften am Samstag zum zweiten Mal nun auch Hunde offiziell in die beiden niedrigeren Becken steigen und sich austoben. 97 Vierbeiner und 150 Begleiter zählten Betriebsleiter Massimo Pinto und sein Team, damit ein Drittel mehr als 2024.
Mit 25 Grad Celsius und viel Sonne zur Mittagszeit war so mancher Mensch neidisch, nicht die Badehose eingepackt zu haben und zu den Tieren in die Becken zu steigen. Trotz des durchwachsenen Sommers waren immerhin knapp 86 000 Besucher in den vier Monaten in der Freizeitanlage am Rhein, wie Pinto ausführt. „Es war am Freitag einer der schönsten Schlusstage seit langem.“
Mit 23 Grad Wassertemperatur waren die Bedingungen nochmals optimal; sogar das Badkiosk konnte nochmal ordentlich „Freibad-Pommes“ verkaufen.
Im Nichtschwimmer- und Planschbecken verteilten sich die Hunde und ihre Begleitungen gleichermaßen. Während mancher Vierbeiner furchtlos direkt dem Spielzeug hinterher sprang, brauchte es manchmal sogar Herrchen oder Frauchen, welches vorausging.
„Im Rhein oder am See schwimmt er mir immer hinterher. Aber ohne mich traut er sich gerade nicht“, zeigt sich der Besitzer eines Boxer-Mischlings verwundert. Wie die Besitzer sind auch die Hunde sehr unterschiedlich. Von einer Schulterhöhe mit rund 20 Zentimetern bis hin zu knapp einem Meter ist alles dabei. Sehr harmonisch geht es zu. Der einzige Punkt, wo man aufpassen muss: Wenn die Hunde aus dem Becken kommen, schütteln sie sich gerne mal das Fell trocken. Die überraschende Erfrischung bringt aber zum Glück die Menschen eher zum Lachen, auch wenn es nicht der eigene Hund ist.
Die 14-jährige Annika ist mit ihrem zweijährigen Hund Luna schon zum zweiten Mal dabei. Sie freut sich, dass ihr schwarz-weißer Freund die Gelegenheit nutzt, auch mit anderen Hunden zu spielen. Das Nichtschwimmerbecken ist allerdings nicht ganz seins. Da ist das Planschbecken eine gute Alternative. Manche Fellnase testet sogar die Wasserrutsche. Und weil es dort nicht tief ist, waten viele Begleiter mit hochgekrempelten Hosen ebenfalls durch die Anlage. Wer besser vorbereitet war, freut sich nun über die Badekleidung, die bei den spätsommerlichen Temperaturen optimal ist. Einzig das Chlor ist bereits aus der Anlage genommen.
Nun heißt es für das Bäderteam, das Freibad winterfest zu machen, während parallel die letzten Vorbereitungen für das Hallenbad laufen. Am 6. Oktober wird dieses dann mit den neuen Eintrittsgebühren eröffnet. Einzeleintritte und Zehnerkarten können nun auch bereits vorab online über die Homepage der Gemeinde bezogen werden.