Schule in Lörrach
: Besuch in der Tüllinger Höhe

Kultusministerin Theresa Schopper besuchte die Jugendhilfeeinrichtung in Lörrach.
Von
red
Lörrach
Jetzt in der App anhören

Sarah Hagmann (links) und Theresa Schopper im Gespräch mit Schülern der Tüllinger Höhe

zVg/Ansgar Taschinski

Kürzlich war die Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) im Landkreis Lörrach unterwegs. Im Rahmen dessen besuchte sie gemeinsam mit der Lörracher Landtagsabgeordneten Sarah Hagmann (Grüne) die Tüllinger Höhe. Die hoch über Lörrach gelegene Jugendhilfeeinrichtung bietet seit vielen Jahrzehnten ein hochdifferenziertes Angebot für Kinder und Jugendliche, die emotional und sozial Unterstützung benötigen, heißt es in einer Mitteilung von Hagmann. Ein wichtiger Bestandteil ist die Schule, ein staatlich anerkanntes sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum für emotionale und soziale Entwicklung (SBBZ ESENT).

Austausch mit Schülern

Schopper und Hagmann war es laut Mitteilung wichtig, mit der Schule in Austausch zu treten. Während ihres Besuchs lernten sie die vielfältigen Angebote für die Schüler kennen, sei es durch das Reinschnuppern in eine Unterrichtsstunde oder durch eine Vorführung der Trommel- oder Theatergruppe. Schnell sei klar geworden, wer im Mittelpunkt der Arbeit der Tüllinger Höhe steht: die Schüler. Sie zeigen, wie sie beim Trommeln Selbstbewusstsein schöpfen oder wie sie bei der Theatergruppe spielerisch Szenen üben, heißt es in der Mitteilung. Auch die Kultusministerin durfte gemeinsam mit zwei Schülerinnen eine typische Schulszene nachspielen.

Im Gespräch mit den Schülern verdeutlichen diese, was sie an ihrer Schule schätzen. Zum einen, dass die Lehrer mit ihrer besonderen Ausbildung mit viel Geduld in kleinen Klassengrößen mit ihnen arbeiten. Sie schätzen auch, dass sie sich, wenn es emotional gerade nicht anders geht, auch mal zurückziehen können.

Vergleich zur Regelschule

Wesentliche Unterschiede eines SBBZ ESENT zu einer Regelschule sind neben der Klassengröße und der sonderpädagogischen Ausbildung der Lehrkräfte auch der Bildungsplan. Dieser sieht andere Lerninhalte und Lernmethoden vor, um Schüler mit besonderen emotionalen und sozialen Bedarfen besser zu unterstützen. Ziel ist es, dass die Kinder nicht nur einen Bildungsabschluss erlangen, sondern auch Spaß an Schule und Lernen entwickeln.

Sarah Hagmann wird in der Mitteilung mit den Worten zitiert: „Hier wird ganz besonders deutlich: Gutes Lernen muss sehr individuell gestaltet werden. Jedes Kind in Baden-Württemberg soll die Möglichkeit erhalten, sich bestmöglich zu entwickeln.“

Theresa Schopper, Ministerin, sieht es positiv, dass die Gewinnung von Lehrkräften in diesem Jahr besser laufe als in den Vorjahren: „Mit den neuen Abschlussjahrgängen aus der Laufbahnausbildung werden sich bald auch die ausgebauten Studienanfängerkapazitäten bemerkbar machen und insbesondere in den Bereichen Grundschule und SBBZ in den kommenden Lehrereinstellungsrunden eine Entlastung bei der Stellenbesetzung entfalten.“ Dies komme insbesondere den Schülern zugute.

Ein wichtiges Anliegen des Rektors Norbert Reckel-Probst ist es, auch in Zukunft den ebenfalls auf der Tüllinger Höhe bestehenden Schulkindergarten auf sichere Beine zu stellen.