Sabotage in Rheinfelden/CH: Jungen Männern drohen Haftstrafen

Gegenstand von Sabotage war das Glasfasernetz.
PixabayDie Aargauer Staatsanwaltschaft hat fünf junge Männer wegen Sabotageakten am Glasfaser-Kabelnetz in Rheinfelden-Schweiz angeklagt.
Den Schweizern aus der Region drohen wegen weiterer Delikte langjährige Freiheitsstrafen. Der Schaden beträgt laut Anklage 400 000 Franken. Die fünf Beschuldigten sind zwischen 19 und 20 Jahre alt, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte. Zwei Männer sitzen in Untersuchungshaft. Die Anklage wirft drei Hauptbeschuldigten 41, 34 und 19 Delikte vor. Diese Männer sollen zu Freiheitsstrafen von zehn, acht und sechs Jahren verurteilt werden.
Sie werden beschuldigt, im Dezember 2023 mehrfach das Glasfaser-Kabelnetz in Rheinfelden durchschnitten zu haben. Tausende Kunden waren in der Folge offline. Unterbrochen waren jeweils die Internet-, Telefon- sowie die TV- und Radioanschlüsse. Die Sabotageakte lösten umfangreiche Ermittlungen der Kantonspolizei und der Staatsanwaltschaft. Ihr zufolge haben die Ermittlungen keine politischen oder extremistischen Motive ergeben. Es habe sich „um eine sich selbst verstärkende Gruppendynamik gehandelt“. Die Delikte seien jedoch zwischen Februar 2022 und Mai 2024 in unterschiedlicher Zusammensetzung, zahlreich und teils arbeitsteilig geplant und ausgeführt worden.
So soll die Gruppe in weiteren Fällen gezielt Einrichtungen der öffentlichen Infrastruktur sabotiert haben. Es seien wohl zwei Hemmschuhe aus dem Bahnverkehr entwendet und auf ein Gleis gelegt worden, schrieb die Staatsanwaltschaft.