Rheinfelder ziehen Bilanz: Narrenzunft bittet um Mittel aus dem Kulturetat

Der Vorstand der Narrenzunft Rheinfelden (Baden) (von links): Andreas Walter (Zunftmeister), Melanie Müller (Kanzelarin), Michael Birlin (Ozume), Sabrina Birlin (verabschiedete erste Rentmeisterin), Juliana Santos (stlv. Kanzelarin), Hannah Brucker (stlv. Rentmeisterin), Klaus Neubert (Zunftrat), Calvin Wäschle (Rentmeister) und Jürgen Schenkel (Zunftrat)
Heinz VollmarGleiches gilt für das Wirken im Verband Oberrheinischer Narrenzünfte. Bei der Generalversammlung zog sich diese Tatsache wie ein roter Faden durch die Berichte der Zunftleitung, insbesondere durch den Bericht von Oberzunftmeister Michael Birlin.
Rückblick: Er erinnerte noch einmal an die zahlreichen Cliquenjubiläen, die während der jüngsten Fasnachtskampagne gefeiert wurden wie auch an die Höhepunkte der Straßen- und Hallenfasnacht. Als großartige Darbietungen bezeichnete er die beiden Zunftabende sowie die Besuche bei Narrentreffen, so auch bei der Vereinigung Hochrheinischer Narrenzünfte in Öflingen.
Zu den weiteren Höhepunkten während der zurückliegenden Fasnachtskampagne zählte er den Latschariball, das Guggefestival im Kastanienpark sowie den grenzüberschreitenden Fasnachtsumzug von Rheinfelden/Schweiz nach Rheinfelden/Baden.
Ausblick: Schon jetzt liegt der Fokus der Narrenzunft Rheinfelden auf dem großen Narrentreffen, das am 24. Januar 2027 in Rheinfelden stattfinden wird. „Dies bedeutet, dass schon jetzt Organisations-Gruppen gebildet werden müssen“, so Oberzunftmeister Michael Birlin. Daher warb er um Narren, die mitwirken.
Finanzen: Die Narrenzunft stellte einen Antrag, in dem um einen „Zustupf“ aus dem Budget des Kulturamts gebeten wurde. Oberzunftmeister Birlin begründete diesen damit, dass auch andere Institutionen Mittel aus dem Kulturetat erhalten würden. Gleichzeitig wurde auf erhöhte Hallenmieten durch die Stadt und steigende Kosten verwiesen. Zwischenrufe aus den Reihen der Zunftleitung meinten indes dazu, dass man auch die Hallenmieten wieder senken könnte oder ganz darauf verzichten könnte, dann könne man auch auf den Antrag auf Gelder aus dem Kulturetat verzichten.
Grußworte: Gruß und Dankesworte der Stadt richtete Oberbürgermeister Klaus Eber-hardt an die Narrenzunft und betonte die große Bereicherung der Fasnacht für die Stadt. Gleichzeitig erinnerte er an die vielen Jubiläumsveranstaltungen, an denen es so richtig „gefetzt“ habe. Dass man in Rheinfelden mit der Fasnacht die Tradition pflege, sei mithin auch ein großer Verdienst der Narrenzunft, so der Oberbürgermeister. Den Antrag der Narrenzunft um Mittel aus dem Kulturbudget oder gar auf den Verzicht oder Senkung der Hallenmieten kommentierte der Oberbürgermeister nicht.
Wahlen: Gewählt wurden Rentmeister Calvin Wäschle von den Gambrinus Wiibly, stellvertretende Rentmeisterin Hannah Brucker von den Gambrinus Wiibly, stellvertretende Kanzelarin Juliana Santos von den Flyburg Hexen. Im Amt als Kanzelarin bestätigt wurde Melanie Müller. Verabschiedet wurde nach neunjähriger erfolgreicher Tätigkeit als Rentmeisterin Sabrina Birlin.