Report von Allianz Schweiz
: Schweizer bleiben zweitreichstes Volk

Die Schweiz bleibt mit Blick auf das Nettovermögen ihrer Einwohner im internationalen Vergleich auf Platz zwei.
Von
sda
Basel
Jetzt in der App anhören

In der Schweiz wurde 2024 ein Wachstum der Netto-Geldvermögen in Höhe von 5,3 Prozent verzeichnet. (Symbolfoto)

Pixabay

Die Weltbevölkerung ist im Jahr 2024 vermögender geworden. Mit einem Anstieg der gesamten Finanzanlagen um 8,4 Prozent auf 269 Billionen Euro lag das Wachstum gar höher als im bereits starken Vorjahr (+8,0%).

Der Haupttreiber des Wachstums: Wertpapiere

Das Brutto-Geldvermögen der schweizerischen Haushalte stieg 2024 um 4,2 Prozent, wie der Versicherer Allianz Schweiz in seinem „Global Wealth Report“ schreibt. Das Wachstum des Vorjahres (+2,6%) wurde damit klar übertroffen.

Haupttreiber des Wachstums waren die Wertpapiere, wogegen die beiden anderen Anlageklassen Versicherungen/Pensionen und Bankeinlagen nur moderat zulegten.

Die Schulden zogen laut der Allianz im Vergleich nur um 2,1 Prozent an. So ergab sich ein robustes Wachstum der Netto-Geldvermögen von 5,3 Prozent. Die Schweiz verzeichnet hier pro Kopf einen Wert von knapp 269 000 Euro und liegt hinter den USA (311 000 EUR) auf Platz zwei und deutlich vor anderen Ländern Westeuropas.

Im Gegensatz zu den USA, wo zwei Drittel des Vermögenszuwachses auf Wertsteigerungen von Beteiligungspapieren stammten, resultierten 84 Prozent des Vermögenszuwachses der Schweizer aus zusätzlichen Ersparnissen.

Schweizer setzen auf Versicherungsprodukte

Die Spargewohnheiten der schweizerischen Haushalte würden sich dabei in zwei Punkten deutlich von ihren österreichischen und deutschen Nachbarn unterscheiden, so die Allianz. Einerseits blieben sie gegenüber Bankeinlagen zurückhaltend, da lediglich 15 Prozent der Ersparnisse zu den Banken geflossen seien. Andererseits entfalle mit 41 Prozent ein hoher Anteil der Spargelder auf Versicherungsprodukte. Der Großteil der Wertpapierkäufe in der Schweiz entfiel auf Investmentfonds wie ETFs.