Pflege in Rheinfelden: Ärztestammtisch diskutiert die angespannte Lage

In der Pflege wird mehr Unterstützung benötigt.
PixabayDie Einladung zum wiederholt stattfindenden Ärztestammtisch Gespräch durch den Ärztesprecher Ludwig Fritze stieß auf große Resonanz, heißt es in einer Mitteilung.
Neben dem Vorstand ehemals Krankenhausförderverein und niedergelassenen Ärzten aus Rheinfelden nahmen auch zahlreiche Vertreter des Seniorenbüros der Stadt Rheinfelden, Oberbürgermeister Klaus Eberhardt, der örtlichen Seniorenheime, der Caritas und weiterer ambulanter Pflegedienste teil. Die angeregte Diskussion zeigte, dass der Austausch zwischen Ärzteschaft und Pflegeverantwortlichen nicht nur notwendig, sondern längst überfällig war.
Im Mittelpunkt der Sitzung stand zunächst das Krankenhausgebäude am Vogelsang. OB Klaus Eberhardt informierte ausführlich über die derzeitige Situation. Er bestätigte die bereits öffentlich gewordenen Vandalismusschäden am Gebäude und berichtete über den aktuellen Stand der Gespräche mit der Klinikleitung in Lörrach. Ein neu vorliegendes Gutachten sowie die Einschätzung der Stadtverwaltung waren ebenfalls Thema. Eberhardt betonte, dass die Verhandlungen weiterhin schwierig verlaufen, insbesondere aufgrund der zögerlichen Haltung der Lörracher Gesprächspartner. Die Stadt Rheinfelden halte jedoch weiterhin an dem Ziel fest, ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) am Standort einzurichten.
Herausfordernd und ernst zu nehmen waren die Beiträge der Pflegedienst-Verantwortlichen zum Thema „Fall-Management“ und Pflege zu Hause und in Seniorenheimen. Die gesellschaftlichen Veränderungen und Herausforderungen für die Versorgung und Betreuung älterer Menschen geht tendenziell dazu über, im Alter so lange wie möglich zu Hause in der gewohnten Umgebung bleiben zu können. Deshalb bemüht sich das Team vom Seniorenbüro, um eine gerechte und optimale Versorgung von Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind. Es mangele zudem an finanziellen, personellen und an handlungsfähigen Strukturen.
Die Ärzteschaft nahm verschiedene Lösungsvorschläge auf, die in den kommenden Wochen weiter vertieft werden sollen. Schön wäre es, wenn sich aktive Menschen finden würden, die ehrenamtlich unterstützen könnten.