Ortsseniorenrat Steinen: Tourteilnehmer blicken in die Schaltzentrale der Kläranlage

Der Abwasserverband Mittleres Wiesental betreibt die Kläranlage in Steinen.
ArchivDie Initiative „Gemeinsam gegen Einsam“ hatte unter der Schirmherrschaft des Ortsseniorenrat Steinen im Rahmen des Seniorensommers die Besichtigung der Kläranlage mit Führung für die Bürger aus der Gemeinde Steinen organisiert. Überraschend kamen bei sehr schönem Wetter knapp 30 Leute, um die Kläranlage in Augenschein zu nehmen, heißt es in einer Mitteilung. Im Betriebsgebäude hieß Ernst Rihm alle Besucher willkommen und bedankte sich für die gelungene Abwicklung der Besichtigung bei der Leitung des Klärwerks, Frank Strübe, sowie den beiden Stellvertretern Klaus Albiez und Roland Stifter.
Albiez erklärte dann im Leitstand die Verfahrenstechnik zur gesamten Anlagenüberwachung mittels Computer und einer Kontrollwand mit entsprechenden Symbolen und Anzeigen. Von dort kann die gesamte Reinigung des ankommenden Abwassers überwacht und entweder automatisch oder von Hand, wenn notwendig, nachgeregelt werden. Albiez erklärte den Ablauf des ankommenden Schmutzwassers bis zu einem Reinigungsgrad von etwa 97 bis 98 Prozent, um dann über einen Kanal in die Wiese eingeleitet zu werden. Der Anfall von Faulschlämmen wird in einem Faulturm über einen Gärprozess zur Erzeugung eines brennbaren Gases genutzt. Das Gas wird in einem Behälter mit einem Fassungsvermögen von etwa 4000 Kubikmetern gesammelt und Blockheizkraftwerken zugeführt. Aufgrund von Gesetzeslagen können aber bis jetzt nur rund 80 Prozent des Gases genutzt werden.
Nach dem umfassenden Bericht wurden die Besucher in zwei Gruppen aufgeteilt, um das bisher Gehörte in der Wirklichkeit zu besichtigen. Es ist laut Mitteilung des Ortsseniorenrats überwältigend, die Größe der Kläranlage über und unter der Erde zu erleben. Albiez und Stifter führten über die weitläufige Anlage mit den Pumpen, Rohren, Reinigungsanlagen sowie dem Blockheizkraftwerk. Die kompletten elektrischen und steuerungsmäßigen Einrichtungen werden, falls erforderlich, durch neue Technik ersetzt. Dadurch wird die Dauerentsorgung immer weiter verbessert und weitgehend lückenlos erreicht.
Zum Schluss der Führung konnten die Teilnehmer das gereinigte Wasser begutachten, heißt es in der Mitteilung.
Die Führung klang aus bei Kaffee und Kuchen, vorbereitet von den Helfern der Initiative „Gemeinsam gegen Einsam“. Ernst Rihm bedankte sich bei den Mitarbeitern des Klärwerks mit einem Präsent.