Open Air-Musikfestival am Rhein
: Basler Floß-Festival mit breitem Programm

Das Floß-Festival in Basel startet wieder: Während drei Wochen spielen Abend für Abend Bands aus der Schweiz und aus dem Ausland, das Publikum sitzt dabei am Rheinufer.
Von
Michael Werndorff
Basel
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Drei Wochen lang bespielen Bands aus nah und fern die Musikbühne an der Mittleren Brücke.

Samuel Bramley

Auf Kleinbasler Seite ist wieder die Musikbühne vor Anker gegangen. An der Mittleren Brücke begeistern bis zum 23. August Geheimtipps und bekannte Bands das Publikum – und das bei freiem Eintritt. Die Konzerte beginnen jeweils um 21 Uhr. Den Anfang haben die „Love Bugs“ gemacht. Am Mittwoch, 6. August, spielen „The Basements Saints“. Gitarre, Drums, Hammondorgel, eine klassische Besetzungsvariante, heizen dem Publikum ein. Die Formation hat ihren Sitz in der Schweiz, ihre Mitglieder sind aber ein multinationaler Mix – ein Schweizer, ein Musiker aus Großbritannien und einer aus Südafrika haben sich zusammengetan, um einen schweißtreibenden Rock-Sound auf die Bühne zu bringen.

Kluge Texte und Melancholie

„Höchste Eisenbahn“ heißt es am Donnerstag, 7. August: Seit zehn Jahren ist die aus Berlin stammende Combo unterwegs. Francesco Wilking und Moritz Krämer führen gemeinsam durch ein Repertoire, das lässig klingt, aber präzise gebaut ist: kluge Texte, Melancholie, elegante Songs mit eigenem Tempo, so die Band. Die Stücke erzählen von der Liebe, vom Alltag, vom Weiterziehen.

Ebenfalls aus Deutschland mit dabei ist die Band „Wellbad“ (15. August). Daniel Welbat, Stimme und Zentrum der Band, singt nicht; vielmehr kratzt, gräbt, beschwört er, heißt es in der Ankündigung. Mit seiner rauen, cineastischen Präsenz führt er durch einen Kosmos aus Urban Blues, Dirty Soul und düsterem Jazzrock.

Der Eintritt ist frei, eine Spende ist aber erwünscht.

Foto: Samuel Bramley

Der Schweizer Reto Burrell steht am Freitag, 8. August, auf der Bühne im Strom: Seine Songs tragen Spuren von Americana, Pop, Folk und erdigem Gitarrenrock, nichts Aufgesetztes, kein Retro-Zitat, sondern eigener Groove, eigenhändig, eigenständig, geschmackssicher, ohne Überladung, erklärt der Veranstalter. Ob solo oder mit Band: Burrell bleibe eine der souveränen Stimmen der Schweiz.

Pink Floyd in allen Facetten

Pink Floyd-Fans werden am Samstag, 9. August, auf ihre Kosten kommen. Die Basler Tribute-Band „Elements of Floyd“ hat sich ganz dem Original verschrieben, das mit Alben wie „The Wall“ oder „Wish You Were Here“ musikalisch neue Maßstäbe gesetzt hat. „Wir nehmen das Publikum mit auf eine Reise, die ganz dem großartigen Oeuvre von Pink Floyd verpflichtet ist“, sagt Gitarrist Alexander Marzahn. Das derzeitige Programm steht eigenen Aussagen zufolge im Zeichen des Albums „Wish you were here“. Frühere Schwerpunkte waren die Pulse-Tournee und damit auch das legendäre Album „The Dark Side of the Moon“.

Wer ganz nah an der Bühne sein möchte, kann sich Plätze in Weidlingen sichern.

Foto: Samuel Bramley

In Basel und New York beheimatet ist „Sam Himself“, der am Montag, 11. August, mit seiner markanten Baritonstimme begeistern will. Sein bürgerlicher Name lautet Samuel Koechlin. Mit seinem Debütalbum „Power Ballads“ hat er sich vor wenigen Jahren als einer der eigenständigsten Schweizer Künstler etabliert. Aus Solothurn und Bern stammen die Musiker von „The Next Movement“ (12. August), während „Ira May“ (13. August) das Publikum mit viel Soul begeistern will. Weitere Formationen sind „Florian Ast“ (14. August), „Span“ (16. August), „Troubas Kater“ (18. August), „James Gruntz“ (19. August), „Dodo“ (20. August), „The Tarantinos“ ( 21. August), „21st Century Abba“ (22. August) und „Sens Unik“ (23. August).

Besucher können Platz in Weidling reservieren

Wer aus nächster Nähe das musikalische Geschehen mitverfolgen will, kann sich Plätze in einem der Weidlinge kostenpflichtig reservieren. An Bord werden Getränke angeboten. Laut Veranstalter können das Angebot bis zu 32 Gäste nutzen, acht pro Weidling. Das Thema Sicherheit wird großgeschrieben: Das Mindestalter ist zehn Jahre, zudem muss jeder Nutzer erklären, dass er im Besitz einer gültigen persönlichen Unfallversicherung ist. Das Vergnügen schlägt mit 66 Franken pro Person zu Buche. Eine Reservierung ist unter www.floss.ch möglich. Auf der Internetseite gibt es auch eine Übersicht über die verfügbaren Plätze.