Neupflanzung in Rheinfelden: Darum werden drei Kastanien vor dem Rathaus gefällt

Patrick Pauli, Leiter der Abteilung Stadtgrün und Umweltschutz, und Christian Rung, Leiter der Stadtgärtnerei, vor den „Ersatzbäumen“
Stadt RheinfeldenVoraussichtlich Mitte nächster Woche, spätestens jedoch bis Ende Februar, muss die Stadt Rheinfelden nach eigenen Angaben drei der weißblühenden Rosskastanien auf dem Kirchplatz vor dem Rathaus entfernen lassen. Die Bäume werden im direkten Anschluss durch Scharlach-Rosskastanien ersetzt, heißt es in einer Mitteilung. Ein aktuelles Sicherheitsgutachten zeige, dass die betroffenen Bäume nicht mehr standsicher seien.
Bäume sind geschwächt
Die bis zu 60 Jahre alten Kastanien seien seit Jahren durch die Rosskastanienminiermotte und eine Pilzerkrankung geschwächt, teilt die Stadtverwaltung mit. Die zunehmend heißen und trockenen Sommer hätten den Zustand weiter verschlechtert. Trotz intensiver Pflege sei die Fäule bei den drei Exemplaren inzwischen so weit fortgeschritten, dass ein Erhalt nicht mehr möglich sei.
Sicherheit hat Vorrang
„Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger hat oberste Priorität. In diesem Fall führt an einer Fällung kein Weg vorbei“, wird Patrick Pauli, Leiter der Abteilung Stadtgrün und Umweltschutz, in der Mitteilung zitiert. Etwaige Schnittmaßnahmen seien nicht mehr ausreichend, so der Fachmann.
Als Ersatz pflanzt die Stadt Scharlach-Rosskastanien. Diese gelten als widerstandsfähiger gegenüber Hitze, Trockenheit und Krankheiten und seien damit besser an die Folgen des Klimawandels angepasst. Zusätzlich sollen die Baumstandorte nach einem Bodenaustausch vergrößert und mit einem speziellen Baumsubstrat befüllt werden. Außerdem werden die neuen Bäume nicht mehr als Kopfbäume geschnitten. Diese „historische Gestaltungsform“ erzeuge große „Wunden“, die Eintrittspforten für Krankheiten seien. Das Holz der gefällten Bäume soll als Totholz für „Insektenhotels“ in städtischen Ausgleichsflächen verwendet werden.